Antarctic Geologic Drilling Project (ANDRILL)

Im Rahmen des internationalen Antarktis-Bohrprogramms ANDRILL erbohrten und analysierten im Südsommer 2006/2007 in der Nähe der US-amerikanischen Forschungsstation McMurdo in der Antarktis fast 60 Wissenschaftler und Techniker aus den USA, Neuseeland, Italien und Deutschland einen etwa 1200 Meter langen Sedimentbohrkern aus dem Meeresboden unter dem Ross-Schelfeis. Aus der daraus abgeleiteten Rekonstruktion des Klimas der letzten 5 bis 6 Millionen Jahre und der variierenden Ausdehnung des Schelfeises lassen sich nicht zuletzt wichtige Rückschlüsse auf die möglichen Folgen des aktuellen globalen Klimawandels ziehen, da die Eisbedeckung der Antarktis u.a. ganz maßgeblich die globalen Zirkulationsmechanismen der Ozeane steuert.

Neben den rein wissenschaftlichen Aspekten wird im Rahmen des Teilprojekts ARISE (ANDRILL Research Immersion for Science Educator) aber v.a. auch das Ziel verfolgt, der Öffentlichkeit und Schülern die Bedeutung der Polarregionen im globalen Klimasystem und der Polarforschung zu vermitteln. Hierzu nahmen sechs Fachdidaktiker aus den beteiligten vier Nationen an dem mehrwöchigen Forschungsaufenthalt  in der Antarktis teil, von deutscher Seite Prof. Dr. Siegmund (Oktober/ November 2006). Bei dem Projekt konnten unter anderem über eine eigens eingerichtete Homepage (http://www.andrill.org) sowie in Kooperation mit verschiedenen Schulen die vielfältigen Aspekte der Polar- und Klimaforschung anschaulich vermittelt und aus der Antarktis aktuell über die Forschungsarbeiten berichtet werden. Das ZDF, für das Prof. Dr. Siegmund eigens filmte, sowie die ARD und RTL Nord berichteten neben verschiedenen Radiosendern und Zeitungen umfangreich über die Forschungsaktivitäten und Schulprojekte.

 

Prof. Dr. Siegmund beim Überlebenstraining während des Forschungsaufenthaltes in der Antarktis im Oktober/November 2006

Prof. Dr. Siegmund beim Überlebenstraining während des Forschungsaufenthaltes in der Antarktis

 

Projektlaufzeit: 2006-2007


Die Reise wurde teilweise durch die DFG gefördert. Informationen zur Förderung des Gesamtprojekts http://www.andrill.org/

 

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