Förderung systemischen Denkens durch den Einsatz experimenteller Arbeitsweisen – Eine Interventionsstudie bei Lehramtsstudierenden im Bereich Physische Geographie

Dipl.-Geoökol. Daniel Volz
 
Erstbetreuer: Prof. Dr. Alexander Siegmund

 

Denken und Handeln in räumlichen Strukturen und Prozessen – diese grundlegenden Elemente von Geographie als Wissenschaft, Studienfach und Unterrichtsgegenstand stellen im Zeichen des globalen Wandels und der damit verbundenen Dynamik aller geographischen Teilsysteme die Beteiligten vor große Herausforderungen.  In den Fokus rücken daher Ansätze zur Förderung systemischen Denkens – auch und gerade bei Lehramtsstudierenden in ihrer besonderen Funktion als domänenspezifische Multiplikatoren der Geographie.

Eine klassische Methode der Naturwissenschaften zur Identifikation von Elementen und Beziehungen in einem System sowie die Folgen einer Beeinflussung des Systems ist das Experiment. Im Lehramtsstudium für das Fach Geographie sind experimentelle Arbeitsweisen dabei bisher schwerpunktmäßig in den höheren Semestern verortet – der Fokus liegt dabei in der Regel auf der Förderung der Methodenkompetenz und der Erprobung von Experimenten als Vermittlungshilfe im Unterricht. Ein neues Lehr-Lern-Konzept nutzt dagegen die experimentellen Arbeitsweisen als Methode zur Erkenntnisgewinnung durch die Studierenden im Rahmen der Grundlagen-Veranstaltung zur Physischen Geographie. Der etablierte Dreiklang aus Vorlesung, Übung und Tutorium erhält dabei eine neue inhaltliche wie zeitliche Schwerpunktsetzung durch zusätzliche Übungszeit im Labor.  An exemplarischen Beispielen aus den Teilsystemen "Lithosphäre", "Pedosphäre" und "Atmosphäre" richtet sich der Einsatz von Experimenten und Modellen hierbei auf die Identifikation, Überprüfung und das Verständnis grundlegender Strukturen und Prozesse sowie die Fähigkeit zu einer vom konkreten Systemausschnitt losgelösten Abstraktion.

Zur Überprüfung der Effekte des neuen Lehr-Lern-Konzepts auf das systemische Denken der Teilnehmer dient eine Untersuchung in einem Prä-Post-Design mit Vergleichsgruppe. Der Forschungsansatz beleuchtet mit Hilfe von Concept-Maps sowohl die Fähigkeit zur Beschreibung von Systemstrukturen als auch das mit Präkonzepten verknüpfte fachliche Ausdrucksvermögen und dessen Entwicklung im Kontext der Lehrveranstaltungen.

 

 

Vom Konkreten zum Abstrakten: Experimentelle Arbeitsweisen zur Erarbeitung grundlegender Strukturen und Prozesse am Beispiel ausgewählter Phänomene der Geländeklimatologie

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