Der Einsatz von Modellexperimenten und Computersimulationen zur Förderung geographischen Systemverständnisses – Eine interventionsbasierte Studie am Beispiel der Bodenerosion

Dipl.-Geogr. Svenja Brockmüller
 
Erstbetreuer: Prof. Dr. Alexander Siegmund

 

Die Abschätzung von Folgen der Bodenerosion sowie die Entwicklung geeigneter Anpassungsstrategien und Schutzmaßnahmen gelten gerade auch vor dem Hintergrund der regionalen Folgen des globalen Klimawandels als gesellschaftliche Herausforderung. Hierbei ist geographisches Systemverständnis von maßgeblicher Bedeutung, da Personen sich nur dann an einer umweltgerechten bzw. nachhaltigen Entwicklung von Räumen beteiligen können, wenn sie die komplexen Mensch-Umwelt-Zusammenhänge erkennen und verstehen.

Folglich steht aus didaktischer Sicht die Forschungsfrage im Vordergrund, auf welche Weise ein größtmöglicher Kompetenzzuwachs dieses geographischen Systemverständnisses erreicht werden kann. In der laufenden Studie werden Unterschiede zwischen Schülergruppen analysiert, die mit unterschiedlichen methodischen Zugängen arbeiten: Die Schüler/innen erfassen, analysieren und bewerten die komplexen Einflussfaktoren der Bodenerosion

(1) mit Hilfe eines konkret-gegenständlichen Modellexperiments (reale Beregnung von Bodenkästen),

(2) mittels einer auf der Allgemeinen Bodenabtragsgleichung (ABAG) basierenden abstrakt-digitalen Computersimulation bzw.

(3) durch eine Verknüpfung beider methodischer Zugänge.

Im Pre-Post-Test-Design soll mit Hilfe eines eigens entwickelten Systemkompetenztests untersucht werden, welcher der drei methodischen Zugänge das geographische Systemverständnis bzw. dessen Teilaspekte besonders wirksam fördert und ob dies lernstilabhängig ist.

Weitere Informationen und erste Zwischenergebnisse können Sie folgendem Poster (850 KB) entnehmen.

 

 

Veranschaulichung der drei in der Studie eingesetzten Interventionen

 

 

Projektbeginn: 2014

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