rgeo bei der Geography Connect Convention
Vom 30. September bis 2. Oktober 2026 fand in Osnabrück erstmals die Geography Connect Convention (GCC) der Deutschen Gesellschaft für Geographie (DGfG) statt. Unter dem Leitthema "Mensch-Umwelt-Beziehungen: Risiken – Transformationen – Zukünfte" brachte die neue Tagung Geograph*innen aus Wissenschaft, Lehre und Praxis zusammen und setzte dabei auf Austausch und Vernetzung über die Grenzen der verschiedenen Teilbereiche der Geographie hinweg.

Luisa Neubauer richtete den Blick in ihrer Keynote auf Zukünfte und Perspektiven der Geographie
Auch Dana Graulich vom Institut für Geographie und Geokommunikation der Pädagogischen Hochschule Heidelberg war auf der GCC in mehrfacher Funktion vertreten. Mit einem Poster präsentierte sie Ergebnisse ihrer Forschung zur Frage, wie mobile, ortsbezogene Lernangebote Jugendliche bei der Auseinandersetzung mit Klimaanpassung unterstützen können. Ihr Beitrag "Mit der mobilen App Klimawandelanpassung vor Ort begreifen: Potenziale und Perspektiven" stellte die Evaluation einer Lern-App zur Klimaanpassung vor. Das entwickelte Lernangebot folgt dabei einem standortunabhängigen, aber ortsgebundenen Aufgabenprinzip: Die Aufgabenstellungen sind unabhängig von einem bestimmten Lernort konzipiert, ihre Bearbeitung setzt jedoch voraus, dass die Lernenden den jeweiligen Ort tatsächlich aufsuchen. Auf diese Weise verbindet die App digitale Lernmöglichkeiten mit unmittelbarer räumlicher Erfahrung und ermöglicht eine Auseinandersetzung mit Klimaanpassung direkt vor Ort.

Neben ihrem eigenen Forschungsbeitrag war Dana Graulich auch als Mitglied des wissenschaftlichen Beirats der GCC an der Gestaltung der neuen Tagung beteiligt. Der wissenschaftliche Beirat war unter anderem in die Programmplanung und die inhaltliche Ausrichtung der Convention eingebunden. Gemeinsam mit Carla Bube organisierte sie dabei die Podiumsdiskussion „Geographie im Spannungsfeld zwischen Interdisziplinarität und Beliebigkeit? Eine Disziplin in der (erneuten) Selbstfindung“ und übernahm gemeinsam mit weiteren Kolleg*innen die Leitung mehrerer Sessions.
Neben klassischen Vorträgen und Posterpräsentationen setzte die GCC bewusst auf neue und interaktive Formate: Beim „Pitch & Connect“ konnten Teilnehmende eigene Ideen, Projekte oder offene Fragen in kurzen Pitches vorstellen und anschließend gezielt mit potenziellen Kooperationspartner*innen ins Gespräch kommen. Zahlreiche Workshops boten vor allem dem wissenschaftlichen Nachwuchs Möglichkeiten – von GIS über Drittmittelanträge und Moderation bis zu Science Slam und Story-Telling – verschiedene Perspektiven und Methoden der Geographie kennenzulernen. Einen besonderen Akzent setzte zudem die Keynote von Luisa Neubauer, die als Geographin und Klimaaktivistin über Klimakrise, gesellschaftlichen Wandel und die Frage nach der Rolle von Wissen in Veränderungsprozessen sprach.
Die GCC bot damit nicht nur eine Plattform, um aktuelle Forschung vorzustellen, sondern auch die Möglichkeit, sich aktiv an der Diskussion über die Zukunft der Geographie zu beteiligen.

Der wissenschaftliche Beirat der GCC 2026 mit Neubauer (5. v. r.)


Foto 1,3,4 und 5: Alexej Wenzel





