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01.12.2021

Gründung des UNESCO-Netzwerks zur Bildung für nachhaltige Entwicklung

Mit dem UNESCO-Lehrstuhl für Erdbeobachtung und Geokommunikation von Welterbestätten und Biosphärenreservaten ist die Pädagogische Hochschule Heidelberg (PH Heidelberg) eine von sechs Gründungsmitgliedern des weltweiten UNESCO-Netzwerks UNiESD&ST. Ziel des Netzwerks ist es, Lehrkräfte auf der ganzen Welt dazu zu befähigen, nachhaltige Entwicklung und Frieden durch Bildung zu fördern. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf der Neubewertung der Rolle von Lehrkräften als Basis der Bildungssysteme.

Beteiligt sind neben der PH Heidelberg UNESCO-Lehrstühle der Leuphana Universität Lüneburg, die das Netzwerk koordinieren wird, der Universität Kreta (Griechenland), des Earth Charter Centers (Costa Rica), der York University (Kanada) und der Lehrstuhl für Globalen Wandel und soziales Lernen der Rhodes University (Südafrika) sowie weitere Partner aus 30 Ländern.

"Durch die aktive Mitwirkung am UNESCO UniTwin-Netzwerk UNiESD&ST können wir die erfolgreichen Aktivitäten des Heidelberger UNESCO-Lehrstuhls und der Pädagogischen Hochschule Heidelberg im Bereich Bildung für nachhaltige Entwicklung zusätzlich auf einer globalen Ebene vernetzen - und das zusammen mit sehr renommierten Partnern der beteiligten Hochschulen." betont Professor Siegmund, Inhaber des UNESCO-Lehrstuhls an der PH Heidelberg.

Hier geht es zur Pressemitteilung der PH Heidelberg.

Weitere Informationen in englischer Sprache sind in der offizielle Pressemitteilung zu finden.

 

22.11.2021

Klimastationsnetz an UNESCO-Projektschulen

Auf Initiative des UNESCO-Lehrstuhls für Erdbeobachtung und Geokommunikation von Welterbestätten und Biosphärenreservaten an der Pädagogischen Hochschule Heidelberg wurden im Rahmen eines Projekt mit der Deutschen UNESCO-Kommission und mit Unterstützung durch dm und die Firma Thies an 13 UNESCO-Projektschulen in ganz Deutschland Klimastationen eingerichet. Der erfolgreiche Aufbau der Stationen und der Start der Messungen wurden nun in einem Treffen aller Projektpartner sowie Gästen von Ministerien und anderen Schulen gefeiert. In diesem Video der Deutschen UNESCO-Kommission wird das Projekt vorgestellt.

Mit den Daten der professionellen Klimastationen sollen die Schülerinnen und Schüler lernen, sich mit aktuellen Fragestellungen des Klimawandels auseinanderzusetzen. Um den Austausch untereinander zu ermöglichen, schlossen sich die Projektschulen zu einem Netzwerk zusammen.

"Bildung für nachhaltige Entwicklung ist mehr als das Aneignen von Wissen. Es geht um die Entwicklung von Kompetenzen, die es braucht, um die Zukunft aktiv zu gestalten.", betont Prof. Dr. Alexander Siegmund, Inhaber des UNESCO-Lehrstuhls und Leiter der Abteilung Geographie, Research Group for Earth Observation (rgeo). Mit den Stationen soll das möglich werden – wissenschaftlich exakte Daten werden vor Ort aufgenommen und können von den Schülerinnen und Schülern mit historischen Daten oder Werten aus anderen Länder verglichen werden.

Wie funktioniert unser Klima? Welche regionalen Folgen durch den Klimawandel werden in Zukunft verstärkt spürbar werden? Langfristig sollen sich die Schülerinnen und Schüler auf Grundlage der Daten aus den Messstationen auch mit Fragen des Klimaschutzes und der Anpassung an den Klimawandel beschäftigen. Wie kann man den Folgen des Klimawandels im Heimatraum begegnen und welche konkreten Maßnahmen des Klimaschutzes können im Umfeld der Schule ergriffen werden?

 

17.11.2021

Prof. Siegmund berichtet über Forschung in der Atacama-Wüste

Prof. Dr. Alexander Siegmund, Leiter der Abteilung Geographie, Research Group for Earth Observation (rgeo) und Inhaber des UNESCO Chair on World Heritage and Biosphere Reserve Observation and Education berichtete in einem Artikel des Online-Netzwerks The Conversation über die aktuelle Forschung des Teams in der Atacama-Wüste in Chile.

Im Mittelpunkt des Beitrags stehen die endemischen Spezies der Gattung Tillandsia. Wie kann eine Pflanze an einem der trockendsten Orten der Welt überleben? Welche Rolle spielen dabei die gefährdeten Nebel-Ökosysteme Chiles? Und was können wir mithilfe der Gattung Tillandsia über den Klimawandel lernen?

Einige Arten der Tillandsia haben sich im Laufe ihrer Evolution an die hyperariden Umweltbedingungen in der Atacama-Wüste angepasst und beziehen Wasser im Wesentlichen aus dem regelmäßig auftretenden Küstennebel. Er entsteht vor allem aus der ins Inland reichenden Stratocumulusbewölkung des Südpazifiks. Die Verbreitung und Eigenschaften der Tillandsia-Bestände hängen daher maßgeblich von der räumlichen Verbreitung und Häufigkeit des Nebels ab. Seit den 1970er Jahren ist ein Rückgang der Tillandsien zu beobachten, die mit Aspekten des Klimawandels und der sich verändernden Nebelklimatologie in Verbindung stehen. So kann die Verbreitung von Tillandsia als Indikator für Klimaveränderungen und die Verfügbarkeit von Nebel als Frischwasserquelle dienen.

Die aktuelle Forschung ist eingegliedert in das Projekt "Geoökologische Nischenmodellierung von Tillandsia spp. in der Atacama-Wüste (Chile)". Ziel ist die Erfassung der spezifischen Umweltfaktoren der Tillandsia sowie die Modellierung ihrer geoökologischen Nische. Grundlage hierzu bilden fernerkundungsbasierte Methoden zur Erfassung der aktuellen und historischen Verbreitung der Tillandsia – u.a. auf Basis eigener Befliegungen mit Drohnen –, populationsgenetische Analysen sowie klimatische Analysen zur raumzeitlichen Verbreitung des Küstennebels. Auf Basis des geoökologischen Nischenmodells sollen zukünftige Verbreitungsareale der Tillandsia unter verschiedenen Szenarien des globalen Klimawandels simuliert werden.

 

Der vollständige Artikel ist hier zu finden.

 

12.11.2021

Projekt-Abschluss „Analyse zur Verankerung von Klimabildung in den formalen Lehrvorgaben von Schulen und Bildungseinrichtungen in Deutschland"

Der globale Klimawandel stellt wohl die bedeutendste gesellschaftliche Herausforderung des 21. Jahrhunderts dar. Ihm aus ökologischer, ökonomischer und sozialer Sicht nachhaltig zu begegnen wird eine der wichtigsten Aufgaben kommender Generationen sein. Insbesondere Kinder und Jugendliche als zukünftige Betroffene sowie als gesellschaftliche Akteure von morgen müssen frühzeitig darin gefördert werden, klimabedingte Risiken zu erkennen und Maßnahmen einer nachhaltigen Klimaanpassung zu entwickeln. Vor diesem Hintergrund ist die Förderung einer Beurteilungs- und Handlungskompetenz von Kindern und Jugendlichen ein elementarer Bestandteil der Klimabildung.

 

Eine gemeinsame Studie der Siegmund Space & Education gGmbH und der Research Group for Earth Observation der Abteilung Geographie der Pädagogischen Hochschule Heidelberg beleuchtete im Auftrag des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU) den gegenwärtigen Stand der Klimabildung an Schulen und Bildungseinrichtungen in Deutschland. Eine umfassende Analyse der formalen Lehrvorgaben von allgemeinbildenden Schulen, Berufsschulen und weiteren Bildungseinrichtungen (z.B. Hochschulen) mithilfe von fast 3.000 Dokumenten (u.a. Bildungspläne, Schulgesetze) und rund 120 Begriffen aus dem Klima-Themenspektrum wurde im vergangenen Jahr durchgeführt. Diese wurde ergänzt durch eine online Befragung von AkteurInnen der verschiedenen Einrichtungen (z.B. Lehrende an allgemeinbildenden Schulen, AusbildungsleiterInnen, Hochschuldozierende) und eine digital durchgeführte Fachtagung, sodass eine Handlungsempfehlung mit einem 20-Punkte-Plan für Schulen, Hochschulen und die berufliche Bildung erarbeitet werden konnte. Neben diesem 20-Punkte-Plan liegen sowohl der Abschlussbericht des Projektes als auch ein Online-Statistik-Portal zur detaillierten Darstellung der Analyseergebnisse online im Bildungsservice des BMU für Interessierte bereit.

 

 

Verankerung von Klimabildung in den formalen Lehrvorgaben – Visualisierung der Ergebnisse der Fachtagung am 07. und 09. Juni 2021

 

 

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