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rgeo bei den Kieler Methodentagen 2026
Vom 17. bis 19. August 2026 war Tobias Gehrig, M.A. zu Gast am Geographischen Institut der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel, um im Rahmen der Kieler Methodentage aktuelle Forschungsarbeiten zu qualitativen und Mixed-Methods-Ansätzen vorzustellen. Die Veranstaltung brachte Nachwuchswissenschaftler:innen verschiedener Universitäten zusammen und bot Raum für einen intensiven methodischen Austausch, u.a. über disruptive Technologien (KI, VR & AR), Co-Working und kollegiale Diskussionen.
Tobias Gehrig präsentierte sein Thema: "Digitale Geomedien in der beruflichen Bildung – Mixed-Methods-Design, Pilotbefunde und qualitative Erkenntnisse aus der Hauptstudie" in einem Vortrag. Hierin zeigten sich zentrale Ergebnisse aus dem laufenden Dissertationsprojekt, das untersucht, wie digitale Geomedien, u.a. GIS, Fernerkundung oder mobile Geotools das tiefenstrukturelle Lernen und die Berufspropädeutik von Jugendlichen fördern. Besonders diskutiert wurden die Tiefenstrukturen des Unterrichts (kognitive Aktivierung, konstruktive Unterstützung und Klassenführung) und deren Bedeutung für wirksame Lernprozesse.
Neben dem fachlichen Austausch boten die Methodentage ein vielfältiges Rahmenprogramm mit Co-Working-Sessions, einer Exkursion durch Kiel sowie gemeinsamen Abendveranstaltungen. Die offene und kollegiale Atmosphäre ermöglichte intensive Gespräche über qualitative Methoden, Forschungsdesigns und die Weiterentwicklung eigener Promotionsvorhaben.
Die Teilnahme an den Kieler Methodentagen 2026 war eine wertvolle Gelegenheit, aktuelle Forschungsarbeiten sichtbar zu machen und sich mit jungen Kolleg:innen aus der Geographiedidaktik zu vernetzen.

Mit GPS auf Entdeckungstour durch Heidelberg
Auch in diesem Jahr beteiligte sich die GIS-Station, das Kompetenzzentrum für digitale Geomedien des Instituts für Geographie & Geokommunikation, am Ferienpass-Programm der Stadt Heidelberg und bot zwei spannende Geocaching-Touren für Kinder und Jugendliche an.
Am 11. August 2026 führte die erste Tour entlang des Philosophenwegs. Ausgestattet mit GPS-Geräten und viel Entdeckergeist machten sich rund 20 Schülerinnen und Schüler im Alter von 10 bis 17 Jahren auf die Suche nach einem Geocache. Neben dem Finden des Verstecks konnten die Teilnehmenden dabei auch interessante Einblicke in die Landschaft, Geschichte und Aussichtspunkte entlang des beliebten Heidelberger Höhenwegs gewinnen.
Die zweite Geocaching-Aktion fand am 20. August 2026 statt. Die Route führte die Gruppe durch die Heidelberger Altstadt und schließlich hinauf bis hoch zum Heidelberger Schloss. Auch hier waren wieder etwa 20 junge Schatzsucherinnen und Schatzsucher dabei, die gemeinsam Rätsel lösten, Koordinaten bestimmten und versteckte Caches aufspürten.
Die beiden Veranstaltungen zeigten, wie Geocaching Bewegung, Teamarbeit und digitale Orientierung miteinander verbindet. Gleichzeitig boten die Touren eine spannende Möglichkeit, Heidelberg aus einer neuen Perspektive kennenzulernen und die Sommerferien aktiv zu gestalten.
Wir freuen uns über das große Interesse und bedanken uns bei allen Teilnehmenden für zwei gelungene Ferientage voller Entdeckungen und Abenteuer.

rgeo zu Gast bei der Deutschen Raumfahrtagentur im DLR in Bonn
Am 7. Juli 2026 besuchte das Team der GIS-Station, dem Kompetenzzentrum für digitale Geomedien des Instituts für Geographie & Geokommunikation – Research Group for Earth Observation (rgeo) die Deutsche Raumfahrtagentur im DLR in Bonn. Aus dem Team nahmen Prof. Dr. Alexander Siegmund, Dr. Nils Schorndorf, Dipl.-Geogr. Christian Plass, Tobias Gehrig, M.A. sowie Julian Stolz, M.Sc. an dem Projekttreffen teil. Gemeinsam mit Vertreterinnen der Deutschen Raumfahrtagentur wurden aktuelle Entwicklungen und zukünftige Kooperationsmöglichkeiten im Bereich der Erdbeobachtung und digitaler Geomedien diskutiert.
Im Mittelpunkt des Austauschs standen mehrere innovative Vorhaben an der Schnittstelle von Erdbeobachtung, Digitalisierung und Bildung. So wurde zum Abschluss des Projekts EOscale3 dessen Ergebnisse präsentiert sowie mögliche Verwertungs- und Transferperspektiven diskutiert. Ein weiterer Schwerpunkt lag auf dem neuen Projekt KI:EO, das die Potenziale künstlicher Intelligenz für Anwendungen der Erdbeobachtung adressiert und das seit Januar 2026 am Institut für Geographie & Geokommunikation – rgeo verankert ist. Neben einer Vorstellung des bisherigen Projektfortschritts wurden die nächsten Entwicklungsschritte und Kooperationsmöglichkeiten erörtert.
Zudem wurde die Projektskizze zur Förderung der Fernerkundung in der Landwirtschaft durch Aus- und Weiterbildung vorgestellt und gemeinsam weiterentwickelt. Zukunftsweisend war zudem der Austausch über ein geplantes Schulungs- und Weiterbildungszentrum. Die Gespräche machten deutlich, wie wichtig die enge Zusammenarbeit zwischen Forschung, Bildung und Raumfahrtanwendungen ist, um innovative Ansätze für gesellschaftliche Herausforderungen zu entwickeln und den Transfer in Schule, Hochschule und Berufsbildung zu stärken.
Das Treffen unterstrich einmal mehr die langjährige und vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen dem Institut für Geographie & Geokommunikation – rgeo sowie dem dortigen UNESCO-Lehrstuhl für Erdbeobachtung und Geokommunikation von Welterbestätten und Biosphärenreservaten und der Deutschen Raumfahrtagentur im DLR. Die Beteiligten zeigten sich zuversichtlich, dass die diskutierten Projekte wichtige Impulse für die Nutzung moderner Erdbeobachtungsdaten in Bildung, Forschung und Praxis setzen können.

v.l.n.r.: rgeo-Institutsbus, Dr. Nils Schorndorf, Dipl.-Geogr. Christian Plass, Tobias Gehrig, M.A., Julian Stolz, M.Sc., Prof. Dr. Alexander Siegmund
Verleihung der GeoAwards im Sommersemester 2026
Im Rahmen des Geographischen Colloquiums wurden am 16. Juli 2026 die GeoAwards für besondere wissenschaftliche Leistungen verliehen. Die Auszeichnungen würdigen herausragende Bachelor- und Masterarbeiten, die durch wissenschaftliche Qualität, gesellschaftliche Relevanz und innovative Zugänge überzeugen konnten.
Einen GeoAward für eine herausragende Bachelorarbeit erhielt Paula Völker. Ihre Arbeit "Lebensweltorientierter Sachunterricht in der Grundschule zwischen Geschichte und Geographie" setzt sich mit der Verzahnung beider Disziplinen im Sachunterricht auseinander und zeigt praxisnahe Wege für einen lebensweltbezogenen Unterricht auf.
Mit dem GeoAward für eine herausragende Masterarbeit wurde Julia Müller ausgezeichnet. In ihrer Arbeit "Geologische Lehrpfade im sonderpädagogischen Förderschwerpunkt Lernen: Planung, Adaption und Durchführung einer Exkursion auf dem ‚Weg der Kristalle‘ am Katzenbuckel im Odenwald" verbindet sie geographische Bildung mit inklusiven didaktischen Konzepten und leistet damit einen wichtigen Beitrag zur Weiterentwicklung außerschulischer Lernorte.
Ebenfalls mit einem GeoAward ausgezeichnet wurde Pascal Maurer für seine Bachelorarbeit "Flucht über das Meer – eine dokumentarische Untersuchung der atlantischen Migrationsroute". Da er an der Verleihung leider nicht persönlich teilnehmen konnte, stellte er dem Publikum einen Film aus seinem Dokumentationsprojekt zur Verfügung. Die eindrucksvollen Einblicke in die Lebensrealitäten von Menschen auf der Flucht sorgten für große Aufmerksamkeit und bewegende Diskussionen. Der filmische Zugang machte die gesellschaftliche Relevanz des Themas auf besondere Weise erfahrbar und hinterließ bei den Anwesenden einen nachhaltigen Eindruck.
Das Institut für Geographie & Geokommunikation gratuliert allen Preisträgerinnen und Preisträgern herzlich zu ihren herausragenden Leistungen und freut sich über die Vielfalt der ausgezeichneten Themen, von inklusiver geographischer Bildung über die Didaktik des Sachunterrichts bis hin zu aktuellen Fragen globaler Migration.

von links nach rechts: Dr. Raimund Ditter, Preisträgerin Julia Müller, Preisträgerin Paula Völker, Prof. Dr. Klaus-Dieter Hupke (Foto: Tobias Gehrig)





