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05.10.2026

Satellitenbilder machen Waldverluste sichtbar: rgeo beim Projekttag Wald in Fulda

Am 23. September 2026 war die Research Group for Earth Observation (rgeo) der Pädagogischen Hochschule Heidelberg Teil des Projekttags "Wald" im Rahmen des 9. Hessischen Tages der Nachhaltigkeit an der Richard-Müller-Schule in Fulda. Rund 80 Schülerinnen und Schüler verschiedener Schulformen aus der beruflichen Bildung beschäftigten sich einen Tag lang mit aktuellen Herausforderungen des Waldschutzes und nachhaltiger Entwicklung.

Im Rahmen eines Impulsvortrags stellte Tobias Gehrig, M.A. die Möglichkeiten der satellitengestützten Erdbeobachtung zur Analyse globaler und regionaler Waldveränderungen vor. Unter dem Titel "Satellitenbilder und globale und regionale Waldverluste" wurde gezeigt, wie moderne Satellitensysteme wie Landsat oder Sentinel langfristige Veränderungen von Waldflächen dokumentieren und für Forschung, Naturschutz und politische Entscheidungen nutzbar machen.

Ein Schwerpunkt lag dabei auf den Ursachen und Folgen von Waldverlusten weltweit. Anhand von Beispielen aus dem Amazonasgebiet wurde verdeutlicht, wie Entwaldungsprozesse entlang neu erschlossener Verkehrswege entstehen und sich mithilfe von Satellitenzeitreihen nachvollziehen lassen. Gleichzeitig wurden regionale Entwicklungen in Deutschland thematisiert, darunter die Auswirkungen von Dürreperioden und Borkenkäferbefall auf Waldökosysteme in Mittelgebirgsregionen.

Die Teilnehmenden erhielten zudem Einblicke in Methoden der Fernerkundung, etwa die Nutzung von Vegetationsindizes (NDVI), Zeitreihenanalysen und Verfahren der automatisierten Klassifikation. Dabei wurde deutlich, wie Erdbeobachtungsdaten helfen können, Umweltveränderungen sichtbar zu machen und fundierte Entscheidungen für den Waldschutz zu unterstützen.

Im anschließenden Barcamp arbeiteten die Schülerinnen und Schüler selbst mit digitalen Geomedien und webbasierten Erdbeobachtungsplattformen. Mithilfe von Anwendungen wie geospektiv.de, Global Forest Watch oder dem Copernicus Browser konnten sie Waldverluste analysieren, Ursachen diskutieren und globale Entwicklungen mit regionalen Beispielen vergleichen.

Der Projekttag verdeutlichte eindrucksvoll, wie aktuelle Forschungsergebnisse aus der Erdbeobachtung für die schulische Bildung aufbereitet werden können. Gleichzeitig bot die Veranstaltung die Gelegenheit, junge Menschen für Fragen des Waldschutzes, des Klimawandels und des nachhaltigen Umgangs mit natürlichen Ressourcen zu sensibilisieren.

 

Im Impulsvortrag wurde gezeigt, wie Satellitendaten globale und regionale Veränderungen von Waldökosystemen sichtbar machen.

28.09.2026

rgeo beim HGD-Symposium 2026 an der PH Zürich

Vom 10. bis 12. September 2026 war das rgeo-Team mit Prof. Dr. Jochen Laub, Dr. Raimund Ditter, Tobias Gehrig, M.A., Alena Stelter, M.Ed., und Aaron Woitanowski, M. Ed., zu Gast an der Pädagogischen Hochschule Zürich, um am diesjährigen HGD-Symposium teilzunehmen. Unter dem Rahmenthema „Gemeinsam Zukünfte gestalten" kamen Geographiedidaktikerinnen und Geographiedidaktiker aus dem deutschsprachigen Raum (Österreich, Deutschland und der Schweiz) zusammen, um aktuelle fachdidaktische Forschung zu diskutieren und sich über Methoden, Projekte und Zukunftsperspektiven der Disziplin auszutauschen.

 

v. l. nach r.: Dr. Raimund Ditter, Prof. Dr. Jochen Laub, Tobias Gehrig, Aaron Woitanowski, Alena Stelter

 

Prof. Dr. Jochen Laub, Mitglied im Vorstand des HGD, war im Programm des Symposiums mit zahlreichen Beiträgen vertreten. Bereits am Donnerstag verantwortete die Session „Imagination und Reflexion. Literarisch-poetische Medien im zukunftsorientierten Geografieunterricht". Am Freitag stellte er gemeinsam mit Prof. Dr. Fabian Pettig Überlegungen zu einer zeitsensiblen geografischen Nachhaltigkeitsbildung vor ("Imaginativ, reflexiv, transformativ") und trug u. a. zum Thema „Transformatives Lernen zwischen Verlust und Hoffnung" vor. Am Nachmittag folgte in der Session "Transformative Bildung und Macht" sein Beitrag "Schule als Möglichkeit machtkritischer geografischer Nachhaltigkeitsbildung". Am Samstag wirkte er im Auftaktworkshop "Zukünfte neu denken und gestalten: Positionierungen zur geografischen Nachhaltigkeitsbildung" mit, der zugleich das Vernetzungstreffen der neu formierten Arbeitsgruppe Geographische Nachhaltigkeitsbildung war.

 

Tobias Gehrig präsentierte sein Promotionsvorhaben "Digitale Geomedien in der beruflichen Bildung: ein Mixed-Methods-Ansatz zur Analyse tiefenstrukturellen Lernens". Im Mittelpunkt standen das Forschungsdesign der Studie sowie erste Ergebnisse zur Frage, wie digitale Geomedien kognitive Aktivierung, tiefenstrukturelles Lernen und berufspropädeutische Lernprozesse in der beruflichen Bildung unterstützen können. Darüber hinaus wurden erste Erkenntnisse aus Pilotierung, Beobachtungen und Experteninterviews diskutiert.

 

Alena Stelter stellte ihr Promotionsvorhaben im Rahmen einer Posterpräsentation vor: "Hybride Lehr-Lern-Settings zur Verständnisförderung räumlicher Maßstabsebenen in Mensch-Umwelt-Systemen – Wirksamkeitsstudie des integrierten Einsatzes von digitalen Lernelementen und Geländearbeit zur Förderung des Verständnisses von Maßstabswechseln von Schülerinnen und Schülern". Im Mittelpunkt ihres Promotionsvorhabens steht die Frage, wie hybride Lehr-Lern-Settings, die digitale Lernelemente mit Geländearbeit verbinden, Schülerinnen und Schüler dabei unterstützen, räumliche Maßstabsebenen und Maßstabswechsel in Mensch-Umwelt-Systemen zu verstehen. Die Postersession bot Gelegenheit für intensive fachliche Gespräche und Rückmeldungen aus der Community.

 

 

Neben dem wissenschaftlichen Programm mit Keynotes, Vortrags-Panels und Workshops bot das Symposium an der PH Zürich auch Raum für Vernetzung und Diskussion über die Zukunft der Geographiedidaktik – ganz im Sinne des Tagungsmottos "Gemeinsam Zukünfte gestalten".

Die Teilnahme am HGD-Symposium 2026 war für das rgeo-Team eine wertvolle Gelegenheit, eigene Forschungsarbeiten sichtbar zu machen und sich mit der Fachcommunity über aktuelle Entwicklungen der Geographiedidaktik auszutauschen sowie spannende Einblicke in laufende oder bereits abgeschlossene Forschungsprojekte zu erlangen.

24.08.2026

rgeo bei den Kieler Methodentagen 2026

Vom 17. bis 19. August 2026 war Tobias Gehrig, M.A. zu Gast am Geographischen Institut der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel, um im Rahmen der Kieler Methodentage aktuelle Forschungsarbeiten zu qualitativen und Mixed-Methods-Ansätzen vorzustellen. Die Veranstaltung brachte Nachwuchswissenschaftler:innen verschiedener Universitäten zusammen und bot Raum für einen intensiven methodischen Austausch, u.a. über disruptive Technologien (KI, VR & AR), Co-Working und kollegiale Diskussionen.

Tobias Gehrig präsentierte sein Thema: "Digitale Geomedien in der beruflichen Bildung – Mixed-Methods-Design, Pilotbefunde und qualitative Erkenntnisse aus der Hauptstudie" in einem Vortrag. Hierin zeigten sich zentrale Ergebnisse aus dem laufenden Dissertationsprojekt, das untersucht, wie digitale Geomedien, u.a. GIS, Fernerkundung oder mobile Geotools das tiefenstrukturelle Lernen und die Berufspropädeutik von Jugendlichen fördern. Besonders diskutiert wurden die Tiefenstrukturen des Unterrichts (kognitive Aktivierung, konstruktive Unterstützung und Klassenführung) und deren Bedeutung für wirksame Lernprozesse.

Neben dem fachlichen Austausch boten die Methodentage ein vielfältiges Rahmenprogramm mit Co-Working-Sessions, einer Exkursion durch Kiel sowie gemeinsamen Abendveranstaltungen. Die offene und kollegiale Atmosphäre ermöglichte intensive Gespräche über qualitative Methoden, Forschungsdesigns und die Weiterentwicklung eigener Promotionsvorhaben.

Die Teilnahme an den Kieler Methodentagen 2026 war eine wertvolle Gelegenheit, aktuelle Forschungsarbeiten sichtbar zu machen und sich mit jungen Kolleg:innen aus der Geographiedidaktik zu vernetzen.

24.08.2026

Mit GPS auf Entdeckungstour durch Heidelberg

Auch in diesem Jahr beteiligte sich die GIS-Station, das Kompetenzzentrum für digitale Geomedien des Instituts für Geographie & Geokommunikation, am Ferienpass-Programm der Stadt Heidelberg und bot zwei spannende Geocaching-Touren für Kinder und Jugendliche an.

Am 11. August 2026 führte die erste Tour entlang des Philosophenwegs. Ausgestattet mit GPS-Geräten und viel Entdeckergeist machten sich rund 20 Schülerinnen und Schüler im Alter von 10 bis 17 Jahren auf die Suche nach einem Geocache. Neben dem Finden des Verstecks konnten die Teilnehmenden dabei auch interessante Einblicke in die Landschaft, Geschichte und Aussichtspunkte entlang des beliebten Heidelberger Höhenwegs gewinnen.

Die zweite Geocaching-Aktion fand am 20. August 2026 statt. Die Route führte die Gruppe durch die Heidelberger Altstadt und schließlich hinauf bis hoch zum Heidelberger Schloss. Auch hier waren wieder etwa 20 junge Schatzsucherinnen und Schatzsucher dabei, die gemeinsam Rätsel lösten, Koordinaten bestimmten und versteckte Caches aufspürten.

Die beiden Veranstaltungen zeigten, wie Geocaching Bewegung, Teamarbeit und digitale Orientierung miteinander verbindet. Gleichzeitig boten die Touren eine spannende Möglichkeit, Heidelberg aus einer neuen Perspektive kennenzulernen und die Sommerferien aktiv zu gestalten.

Wir freuen uns über das große Interesse und bedanken uns bei allen Teilnehmenden für zwei gelungene Ferientage voller Entdeckungen und Abenteuer.


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