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24.03.2026

NaKlim-Projekt auf der Didacta

Die Bildungsmesse didacta fand dieses Jahr vom 10. bis zum 14. März 2026 in Köln statt und bot den rund 75 000 Besuchern einen umfassenden Einblick in verschiedenste Aspekte im Themenfeld Bildung. Unter den über 700 Ausstellern waren auch das Bundesministerium für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMUKN) sowie das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) vertreten. Hier wurde NaKlim – "Natürlich: Klima schützen!", das gemeinsame Projekt von Siegmund Space & Education (S:SE) und der Research Group for Earth Observation (rgeo) präsentiert, das vom BMUKN über drei Jahre hinweg finanziert wurde und kürzlich zum Abschluss kam.

Das NaKlim-Projekt hatte sich zum Ziel gesetzt, umfassende Bildungsmaterialien zu entwickeln, die sich mit den Themenbereichen Böden, Wälder, Moore, Stadt-Grünflächen sowie Auen & Gewässer befassen im Kontext des Natürlichen Klimaschutzes. Die entwickelten Materialien richten sich an Lernende im Alter von 8 bis 19 Jahren und sind für den formalen, non-formalen sowie informellen Bildungsbereich konzipiert und sind kostenlos zugängig (www.naklim.de).

Dr. Alexandra Siegmund (Siegmund Space & Education) und Dr. Simone Fischer (rgeo) betreuten den gemeinsamen Stand auf der didacta. Die Besucherinnen und Besucher des Standes zeigten reges Interesse an den angebotenen Lehr- und Lernmaterialien, darunter auch an den NaKlim-Basics-Heften, die sich mit den Themen "Natürlicher Klimaschutz" und "Umweltbildung" beschäftigen. Auch die digitalen Formate, die im NaKlim-Projekt entwickelt wurden (Exit-Game, Adventure Map, Themenpakete) konnten den Besucherinnen und Besuchern vorgeführt werden und fanden regen Zuspruch.

In vielen Gespräche und Diskussionen konnten Alexandra Siegmund und Simone Fischer Einblicke in die zentralen Bedürfnisse und Interessen der Bildungsakteur*innen gewinnen. Die didacta bot somit nicht nur eine Gelegenheit zur Projektpräsentation, sondern auch zum Austausch und zur Vernetzung im Bereich der Umweltbildung.

05.02.2026

Forschungsaufenthalt in der Atacama-Wüste: Ausbau des Messnetzes für Nebel-Ökosysteme

Im Januar dieses Jahres reiste Prof. Dr. Alexander Siegmund für drei Wochen zu einem Forschungsaufenthalt in den Norden von Chile. Die Küstenzone der Atacama-Wüste zählt zu den trockensten Regionen der Erde, mit teilweise unter 1 Millimeter Regen im Durchschnitt pro Jahr. Pflanzenwachstum ist hier nahezu ausschließlich auf sogenannte Nebeloasen beschränkt, die von endemischen Arten der Gattung Tillandsia dominiert werden. Diese Pflanzen haben sich an hyperaride Umweltbedingungen angepasst und beziehen ihr Wasser fast ausschließlich aus dem Küstennebel des Südpazifiks.

Während des Aufenthalts wurde eine neue Klimastation installiert. Damit umfasst das Messnetzwerk nun insgesamt neun Stationen entlang der Küstenzone. Zudem wurden alle seit 2016 sukzessive aufgebauten Stationen umfassend gewartet: Batterien wurden getestet, Sensoren überprüft und teilweise neu installiert. Ergänzend kamen neue Sichtweitensensoren zum Einsatz, mit denen die Nebeldichte künftig präziser erfasst werden kann. Zudem wurden die Wasserstände des zusätzlich in Tanks gesammelten Nebelwassers gemessen und mit den aufgezeichneten Klimadaten abgeglichen.

In Zusammenarbeit mit Kollegen der Pontificia Universidad Católica de Chile wurden außerdem verschiedene Kameras installiert. Diese ermöglichen erstmals kontinuierliche Live-Aufnahmen sowie Zeitrafferbeobachtungen der räumlichen und zeitlichen Verteilung des Küstennebels – sowohl tagsüber als auch nachts, ermöglicht durch Solarleuchten in verschiedenen Höhen. Der Feldaufenthalt war zudem von außergewöhnlichen Ereignissen begleitet: In der Atacama-Wüste kam es zu seltenen Niederschlägen, zudem wurde die Region von einem Erdbeben betroffen.

Die durch die Klimastationen erhobenen Daten bilden eine zentrale Grundlage für die weitere Modellierung der geoökologischen Nische der Tillandsia-Vegetation sowie für Analyse optimaler Standorte für die Nebelwassergewinnung für die lokale Bevölkerung. Angesichts der extremen Wasserknappheit in der Region und der gleichzeitig hohen Nachfrage nach Wasser, etwa für den Lithiumabbau, weisen die Forschungsergebnisse daher auch eine hohe gesellschaftliche und wirtschaftliche Relevanz auf.

 

Installation der neunten Klimastation der Firma THIES CLIMA

 

Das Forschungsteam an der neuen Klimastation (v.l.n.r.: Prof. Dr. Camilo del Rio, Milton Aviles, Edgar Grimme, Prof. Dr. Alexander Siegmund)

 

Seltener Niederschlag in der Atacama-Wüste (im Durchschnitt weniger als 1 mm (=Liter pro Quadratmeter) pro Jahr)

 

Klimastation mit Nebelkollektor (Standard Fog Collector, SFC)

03.02.2026

Verleihung der GeoAwards im Wintersemester 2025/2026

Am 29.01.2026 wurden zwei herausragende Studentinnen am Institut für Geographie & Geokommunikation der Pädagogischen Hochschule Heidelberg mit den GeoAwards ausgezeichnet. Die Verleihung fand im Rahmen des Geographischen Colloquiums statt und würdigt ihre exzellenten Abschlussarbeiten.

 

GeoAward für eine herausragende Bachelorarbeit

Frau Katja Wissmann wurde für ihre Bachelorarbeit mit dem Titel "Serious Games verständlich für alle? – Eine qualitative Untersuchung von Klim:S21 für Schüler*innen mit Sprachentwicklungsstörungen" ausgezeichnet.

 

GeoAward für eine herausragende Masterarbeit

Frau Clarissa Bohn wurde für ihre Masterarbeit mit dem Titel "Von Afrika, Vorderasien und dem postsowjetischen Raum nach Deutschland: Drei Perspektiven auf Migration" ausgezeichnet.

 

Wir gratulieren den Preisträgerinnen herzlich zu ihren herausragenden Leistungen und wünschen ihnen weiterhin viel Erfolg auf ihrem akademischen und beruflichen Weg!

 

von links nach rechts: Dr. Raimund Ditter, Preisträgerin Clarissa Bohn, Preisträgerin Katja Wissmann, Prof. Dr. Klaus-Dieter Hupke (Foto: Tobias Gehrig)

01.12.2025

Wasser als Schlüsselfaktor – Nebelklimaforschung in der Atacama-Wüste

Im Rahmen einer internationalen Summer School präsentierte Prof. Dr. Alexander Siegmund aktuelle Forschungsergebnisse zum Nebelklima in der Atacama-Wüste. Der digitale Vortrag thematisierte Wasser als zentrale Triebkraft von Biosphären-Atmosphären-Interaktionen und innovative Ansätze zur Nutzung nicht-konventioneller Wasserquellen.

 

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