Educational Design Research zum integrativen Einsatz digitaler Geomedien und Geländearbeit zur Förderung der geographischen Systemkompetenz bei Jugendlichen

Entwicklung von Designprinzipien für digital-analoge Lehr-Lern-Arrangements am Beispiel der Nutzung von Satellitendaten im Kontext der geographischen Basiskonzepte


Johannes Keller

Erstbetreuer: Prof. Dr. Alexander Siegmund

Ziel eines modernen Geographieunterrichts ist es, Schüler/innen zu befähigen, komplexe Mensch-Umwelt-Systeme zu verstehen sowie verantwortungsvoll und nachhaltig zu handeln. Zur Steigerung der dafür nötigen geographischen Systemkompetenz müssen sie an Beispielen lernen, geographische – also raumbezogene – Sachverhalte als System zu erfassen, zu analysieren und aufbauend auf dessen Modellierung, Prognosen und Handlungsempfehlungen abzuleiten. Durch den integrierten Einsatz von digitalen Geomedien wie Satellitenbilder und Geländearbeiten erlernen Schüler/innen die dafür nötigen geographischen Basiskonzepte und steigern so ihre Systemkompetenz. Mit Satellitenbildern analysieren sie großskalige Prozesse in Ökosystemen, im Gelände einzelne Elemente dieser Systeme. Die im Projekt „Geo:spektiv2GO“ der Abteilung Geographie – Research Group for Earth Observation (rgeo) der pädagogischen Hochschule Heidelberg zu entwickelte App unterstützt Schüler/innen bei diesen Aufgaben, indem sie ihnen ermöglicht eigenständig Geodaten zu sammeln (vgl. Abbildung 1). Die gesammelten Daten lassen sich anschließend mit BLIF analysieren. So stellt die App das Bindeglied zwischen der problem- und handlungsorientierten Analyse von Satellitenbildern mit BLIF und der Arbeit im Gelände da.

Für den integrativen Einsatz dieser digital-analogen Ansätze im Kontext der geographischen Basiskonzepte fehlen jedoch speziell konzipierte Lehr-Lern-Arrangements und methodisch-didaktische Designprinzipien zur Gestaltung entsprechender Lerneinheiten. Ziel des Dissertationsvorhaben ist es diese durch einen Educational Design Research-Ansatz (EDR) zu ermitteln. Hierfür wird mit aus der Literatur abgeleiteten Design-Ideen ein Prototyp entwickelt, welcher mit qualitativen und quantitativen Methoden mit Expert/innen, Lehrkräften sowie Schüler/innen iterativ optimiert wird. So lassen sich empirisch validierte Designprinzipien für die integrierte Nutzung von digitalen Geomedien am Beispiel von Satellitendaten und Geländearbeit im Kontext der geographischen Basiskonzepte zur Steigerung der geographischen Systemkompetenz von Jugendlichen formuliert werden entwickeln.

 

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