News

Hier finden Sie aktuelle Meldungen aus dem rgeo-Team.
Sie können diese News als RSS-Feed abbonieren.

17.07.2026

Nachwuchskolloquium der Fakultät III: Geographie-Nachwuchs präsentiert aktuelle Forschungsprojekte

Am 15. Juli 2026 fand an der Pädagogischen Hochschule Heidelberg das Nachwuchskolloquium der Fakultät III statt. Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler aus den Fächern Mathematik, Biologie, Chemie, Geographie sowie Alltagskultur und Gesundheit präsentierten ihre aktuellen Forschungsarbeiten und diskutierten diese mit Kolleginnen und Kollegen aus der Fakultät.

Das Fach Geographie war mit zwei innovativen Forschungsprojekten vertreten, die zentrale Herausforderungen einer zukunftsorientierten Bildung aus unterschiedlichen Perspektiven aufgreifen.

Alena Stelter, M.Ed. stellte ihr Dissertationsprojekt "Hybride Lehr-Lern-Settings zur Vermittlung räumlicher Maßstabsebenen in Mensch-Umwelt-Systemen" vor. Dabei untersucht sie, wie analoge und digitale Lernumgebungen sinnvoll miteinander verknüpft werden können, um komplexe Wechselwirkungen zwischen Mensch und Umwelt auf verschiedenen räumlichen Ebenen verständlich zu machen. Ihr Beitrag verdeutlichte das Potenzial hybrider Bildungsformate für die geographische Bildung und stieß auf großes Interesse bei den Teilnehmenden.

Einen weiteren geographischen Schwerpunkt setzte Tobias Gehrig, M.A. mit seinem Forschungsprojekt "Einsatz digitaler Geomedien in der beruflichen Bildung – Ein Mixed-Methods-Ansatz zur Analyse tiefenstrukturellen Lernens von Jugendlichen in berufspropädeutischen Lehr-Lern-Kontexten". Im Mittelpunkt steht die Frage, wie digitale Geomedien Lernprozesse in der beruflichen Bildung unterstützen und welche Potenziale sie für effektive und tiefgreifende Kompetenzentwicklungen bei Jugendlichen bieten. Der Vortrag zeigte eindrucksvoll, welche Bedeutung digitale geographische Werkzeuge für innovative Lehr-Lern-Arrangements besitzen.

Die Präsentationen von Alena Stelter und Tobias Gehrig machten deutlich, wie vielfältig und gesellschaftlich relevant die aktuelle geographiedidaktische Forschung an der Pädagogischen Hochschule Heidelberg aufgestellt ist. Beide Projekte verbinden wissenschaftliche Innovation mit konkreten Fragen der Bildungs- und Unterrichtspraxis und leisten damit wichtige Beiträge zur Weiterentwicklung geographischer Bildung im digitalen Zeitalter.

Das Nachwuchskolloquium bot den Teilnehmenden darüber hinaus wertvolle Gelegenheiten zum fachübergreifenden Austausch und zur Diskussion aktueller Forschungsansätze innerhalb der Fakultät III. Die hohe Qualität der Beiträge unterstrich einmal mehr die Bedeutung des wissenschaftlichen Nachwuchses für die zukünftige Entwicklung von Forschung und Lehre an der Pädagogischen Hochschule Heidelberg.

 

14.07.2026

"Real trifft digital": Das Institut für Geographie & Geokommunikation weiht neues Experimentierlabor im Geco-Lab ein

Mit einem symbolischen Banddurchschnitt, einem kleinen Flaschentornado und zahlreichen Mitmach-Experimenten hat das Institut für Geographie & Geokommunikation am Donnerstag, 9. Juli 2026, sein neues Experimentierlabor im Geco-Lab – dem Kompetenzzentrum für geoökologische Raumerkundung – offiziell eröffnet. Die Erweiterung schafft zusätzliche Möglichkeiten für Studierende sowie Schulklassen, umwelt- und naturwissenschaftliche Fragestellungen praxisnah und zeitgemäß zu erforschen.

Seit seiner Gründung im Jahr 2012 verfolgt das Geco-Lab das Ziel, geoökologische Themen erlebbar zu machen und wissenschaftliches Arbeiten mit innovativen Lehr-Lern-Konzepten zu verbinden. Mit der Erweiterung wächst das Kompetenzzentrum nun sowohl räumlich als auch konzeptionell: Neben dem neuen Experimentierlabor mit zusätzlichen Arbeits- und Experimentierplätzen wurde auch ein virtuelles Geco-Lab entwickelt und eingeweiht. Gemeinsam bilden beide Bereiche ein modernes Lehr- und Lernangebot, das das Zusammenspiel aus realem Experimentieren, digitaler Unterstützung und virtuellem Lernen auf innovative Weise miteinander verbindet.

In ihrem Grußwort betonte Rektorin Prof.in Dr.in Karin Vach, dass die Erweiterung hervorragend zum Selbstverständnis der Pädagogischen Hochschule Heidelberg passe. Die Hochschule verstehe sich als Ort der Vernetzung, der gemeinsamen Verantwortung und der gesellschaftlichen Mitgestaltung. "Ich bin gespannt, wie die Studierenden das Labor als Forschungswerkstatt annehmen werden. Gleichzeitig soll es auch Lehrkräften sowie Schülerinnen und Schülern offenstehen, damit wir die hier gewonnenen Erkenntnisse in die Gesellschaft tragen können", erklärte Vach.

Auch Marco Grübbel, Leiter des Amtes für Vermögen und Bau Mannheim/Heidelberg, griff in seinem Grußwort das Thema Experimentieren auf – allerdings aus einer anderen Perspektive: Bauprojekte erforderten ebenso wie wissenschaftliche Experimente manchmal Improvisationstalent. Sowohl beim Experimentieren als auch beim Bauen gelte es, ab und an bekannte Wege zu verlassen und kreative Lösungen zu finden. Als Anerkennung für die erfolgreiche eigenständige Umsetzung des Experimentierlabors überreichte Grübbel Herrn Prof. Dr. Alexander Siegmund symbolisch eine Urkunde als "Bauleiter", stilecht zusammen mit einem Sicherheitshelm.

Prof. Dr. Alexander Siegmund blickte anschließend auf die Entwicklung des Geco-Labs zurück und stellte aktuelle Projekte vor. Das Motto "Real trifft digital" begleite die Einrichtung seit vielen Jahren und werde mit den neuen Erweiterungen um ein Experimentierlabor und ein virtuelles Geco-Labor nun noch sichtbarer umgesetzt. Ein besonderer Schwerpunkt liege weiterhin auf der engen Zusammenarbeit mit Schulen, insbesondere mit den UNESCO-Projektschulen, die das Labor seit vielen Jahren als außerschulischen Lernort nutzen.

Wie digitale Lehr- und Lernräume künftig aussehen können, zeigte Dr. Christina Fiene mit der Vorstellung des virtuellen Geco-Labs. Über einen Internetbrowser oder mithilfe von VR-Brillen können Lehrkräfte und Lernende das Labor von jedem Ort aus "betreten". Dort stehen virtuelle Experimentierplätze ebenso zur Verfügung wie Besprechungs- und Vortragsräume. Lehrkräfte können Unterrichtseinheiten durchführen, Schülerinnen und Schüler gemeinsam experimentieren und sich austauschen. Gleichzeitig eröffnet die virtuelle Umgebung neue Möglichkeiten: Schulen ohne eigenes Labor erhalten Zugang zu Experimenten, zeitaufwendige Prozesse lassen sich im Zeitraffer beobachten und potenzielle Gefahren realer Versuche entfallen vollständig.

Den offiziellen Höhepunkt bildete die Einweihung des neuen Experimentierlabors. Gemeinsam durchschnitten Rektorin Prof. Dr. Karin Vach, Marco Grübbel, Prof. Dr. Siegmund sowie Dr. Simone Fischer, zusammen mit Dr. Christina Fiene Koordinatorin des Geco-Labs, ein grünes Band und eröffneten damit die neuen Räumlichkeiten.

Das neue Experimentierlabor wird offiziell eröffnet (v. l. n. r. Prof. Dr. Alexander Siegmund, Dr. Simone Fischer, Prof.in Dr.in Karin Vach, Marco Grübbel)

 

Im Anschluss gewährte Andreas Seiffert von der Wesemann GmbH Einblicke in die Entstehung des Labors. Das Unternehmen hatte bereits 2012 die Ausstattung des ursprünglichen Geco-Labs realisiert und war nun erneut für die Einrichtung des Labors verantwortlich. Bereits 2019 begannen die ersten Planungen für das neue Experimentierlabor. Dass zwischen Planung und Fertigstellung einige Jahre vergingen, kommentierte Seiffert augenzwinkernd mit dem bekannten Sprichwort "Was lange währt, wird endlich gut". Zeitrafferaufnahmen des Aufbaus sowie Baupläne aus den Jahren 2019 bis 2025 machten den Gästen den langen Weg bis zur Fertigstellung anschaulich.

Fachlich "in Dienst gestellt" wurde das Labor schließlich mit einem kleinen, aber eindrucksvollen Experiment: Dr. Simone Fischer ließ einen Flaschentornado entstehen. Alle Gäste erhielten den passenden Verbindungsverschluss, mit dem sich das Experiment auch zu Hause mit zwei Plastikflaschen nachbauen lässt. "Der Tornado steht sinnbildlich für die lebendige und trubelige Atmosphäre, die wir uns für dieses Labor wünschen: viele neugierige Schülerinnen und Schüler sowie Studierende, die gemeinsam forschen, ausprobieren und entdecken – aber immer in einem geschützten Rahmen, in dem Lernen sicher möglich ist", erklärte Fischer.

Beim anschließenden Austausch konnten die Besucherinnen und Besucher die verschiedenen Experimentierstationen selbst ausprobieren. Besonders anschaulich zeigte ein Hochwassermodell, wie unterschiedliche Maßnahmen den Verlauf einer Überschwemmung beeinflussen können: Mit Knete wurden Deiche gebaut, Häuser an sichere Standorte versetzt oder mithilfe von Schwämmen unversiegelte Böden simuliert, die Regenwasser aufnehmen und so Hochwasserspitzen abmildern. An einer weiteren Station untersuchten die Gäste den Albedo-Effekt und konnten unmittelbar messen, wie unterschiedlich sich helle und dunkle Oberflächen unter Sonneneinstrahlung erwärmen. Weitere Experimente beschäftigten sich unter anderem mit der Wasserrückhaltefähigkeit verschiedener Böden sowie mit Baumscheiben, deren Jahresringe Rückschlüsse darauf zulassen, welche Baumarten Trockenstress besonders gut bewältigen. Auch Lehrkräfte nutzten die Gelegenheit, sich über die neuen Möglichkeiten zu informieren. Daniel Birmele von einer der UNESCO-Projektschulen, dem Heisenberg-Gymnasium in Bruchsal, zeigte sich begeistert: "Die Erweiterung des Geco-Labs eröffnet Schulklassen viele neue Möglichkeiten, geo-, umwelt- und naturwissenschaftliche Zusammenhänge selbst zu entdecken. Ich freue mich sehr auf die kommenden gemeinsamen Projekte und die weitere Zusammenarbeit."

Beim anschließenden Fingerfood klang die Veranstaltung in entspannter Atmosphäre aus. Während sich die prominenten Gäste, unter anderem aus dem Wissenschafts- und Kultusministerium, der Experimenta und Klimaarena, Projektpartner, Lehrkräfte und Studierende austauschten, wurde eines besonders deutlich: Mit der Verbindung aus analogem Experimentieren und digitalen Lernwelten ist im Geco-Lab ein Ort entstanden, an dem Zukunft des naturwissenschaftlichen Lernens bereits heute erlebbar wird.

 

Im Rahmen der Vorstellung des neuen Experimentierlabors verfolgten die Gäste die Präsentation zur Entstehung und Planung des Projekts.

Virtuell ins Labor: Mithilfe einer VR-Brille erleben Besucherinnen und Besucher das virtuelle Geco-Lab auf interaktive Weise.

 

Fotos: Malena Kommer

24.06.2026

Geographie zum Anfassen: Heiße Tage, coole Experimente bei den Explore Science Days

Mitmachen, ausprobieren, staunen: Das Institut für Geographie und Geokommunikation der Pädagogischen Hochschule Heidelberg war vom 17. bis 21. Juni 2026 mit einem interaktiven Stand auf den Explore Science Days im Mannheimer Herzogenriedpark vertreten. Unter dem Motto "Geographie zum Anfassen und Erleben" bot die Research Group for Earth Observation (rgeo) spannende Einblicke in aktuelle Forschung und innovative Lehrmethoden.

An drei Mitmach-Stationen konnten Besucherinnen und Besucher selbst aktiv werden: Sie analysierten Bodenproben und bestimmten Korngrößen, erkundeten Drohnentechnik und virtuelle Flüge per VR-Brille und formten in der AR-Sandbox eigene Landschaften mit Wasserflüssen und Höhenlinien. So wurde der Vergleich von analogem und digitalem Lernen direkt erfahrbar.

Trotz hochsommerlicher Temperaturen blieb das Interesse ungebrochen – der Stand zog zahlreiche neugierige Gäste an und machte Geographie auf anschauliche, spielerische Weise greifbar.

 

11.06.2026

Moderne Geographie didaktisch neu denken: Fortbildung zu Fernerkundung im Unterricht

Wie lassen sich Satellitenbilder, digitale Karten und Fernerkundungsdaten gewinnbringend im Geographieunterricht einsetzen? Antworten darauf bietet die Fortbildung "Fernerkundung im Unterricht" am Donnerstag, 10. Juli 2026, an der Pädagogischen Hochschule Heidelberg. Die Veranstaltung findet im Rahmen des Projekts "Geographie zukunftsorientiert unterrichten – Lehrkräfte zu digitalen Karten, Satellitenbildern und KI innovativ fortbilden" in Kooperation mit der experimenta Heilbronn statt und richtet sich an Geographielehrkräfte aller Schularten.

Im Fokus stehen digitale Geomedien und deren praxisnahe Anwendung im Unterricht. Die Teilnehmenden erhalten Einblicke in die Arbeit mit Satellitenbildern, Zeitreihenanalysen und multispektralen Daten sowie in deren didaktische Umsetzung. Neben einer Einführung in Grundlagen und Best Practices der Fernerkundung stehen insbesondere praktische Arbeitsphasen im Mittelpunkt, in denen eigene Unterrichtsideen entwickelt und erprobt werden.

Die kostenfreie Fortbildung findet von 9:00 bis 15:00 Uhr in der GIS-Station der Pädagogischen Hochschule Heidelberg statt. Zum Einsatz kommen unter anderem digitale Werkzeuge wie der Copernicus Browser, Google Timelapse und BLIF.

Eine Anmeldung ist per E-Mail möglich bei Tobias Gehrig, M.A. (Pädagogische Hochschule Heidelberg): kontakt@gis-station.info

 

Weietre Informationen finden Sie im Anhang. 

weiter lesen...

Choose your language: deutschenglish

Kontakt | BNE-Leitbild | Anfahrt | Netzwerke | News | Impressum | Datenschutz