News
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Mit GPS auf Entdeckungstour durch Heidelberg
Auch in diesem Jahr beteiligte sich die GIS-Station, das Kompetenzzentrum für digitale Geomedien des Instituts für Geographie & Geokommunikation, am Ferienpass-Programm der Stadt Heidelberg und bot zwei spannende Geocaching-Touren für Kinder und Jugendliche an.
Am 11. August 2026 führte die erste Tour entlang des Philosophenwegs. Ausgestattet mit GPS-Geräten und viel Entdeckergeist machten sich rund 20 Schülerinnen und Schüler im Alter von 10 bis 17 Jahren auf die Suche nach einem Geocache. Neben dem Finden des Verstecks konnten die Teilnehmenden dabei auch interessante Einblicke in die Landschaft, Geschichte und Aussichtspunkte entlang des beliebten Heidelberger Höhenwegs gewinnen.
Die zweite Geocaching-Aktion fand am 20. August 2026 statt. Die Route führte die Gruppe durch die Heidelberger Altstadt und schließlich hinauf bis hoch zum Heidelberger Schloss. Auch hier waren wieder etwa 20 junge Schatzsucherinnen und Schatzsucher dabei, die gemeinsam Rätsel lösten, Koordinaten bestimmten und versteckte Caches aufspürten.
Die beiden Veranstaltungen zeigten, wie Geocaching Bewegung, Teamarbeit und digitale Orientierung miteinander verbindet. Gleichzeitig boten die Touren eine spannende Möglichkeit, Heidelberg aus einer neuen Perspektive kennenzulernen und die Sommerferien aktiv zu gestalten.
Wir freuen uns über das große Interesse und bedanken uns bei allen Teilnehmenden für zwei gelungene Ferientage voller Entdeckungen und Abenteuer.

rgeo zu Gast bei der Deutschen Raumfahrtagentur im DLR in Bonn
Am 7. Juli 2026 besuchte das Team der GIS-Station, dem Kompetenzzentrum für digitale Geomedien des Instituts für Geographie & Geokommunikation – Research Group for Earth Observation (rgeo) die Deutsche Raumfahrtagentur im DLR in Bonn. Aus dem Team nahmen Prof. Dr. Alexander Siegmund, Dr. Nils Schorndorf, Dipl.-Geogr. Christian Plass, Tobias Gehrig, M.A. sowie Julian Stolz, M.Sc. an dem Projekttreffen teil. Gemeinsam mit Vertreterinnen der Deutschen Raumfahrtagentur wurden aktuelle Entwicklungen und zukünftige Kooperationsmöglichkeiten im Bereich der Erdbeobachtung und digitaler Geomedien diskutiert.
Im Mittelpunkt des Austauschs standen mehrere innovative Vorhaben an der Schnittstelle von Erdbeobachtung, Digitalisierung und Bildung. So wurde zum Abschluss des Projekts EOscale3 dessen Ergebnisse präsentiert sowie mögliche Verwertungs- und Transferperspektiven diskutiert. Ein weiterer Schwerpunkt lag auf dem neuen Projekt KI:EO, das die Potenziale künstlicher Intelligenz für Anwendungen der Erdbeobachtung adressiert und das seit Januar 2026 am Institut für Geographie & Geokommunikation – rgeo verankert ist. Neben einer Vorstellung des bisherigen Projektfortschritts wurden die nächsten Entwicklungsschritte und Kooperationsmöglichkeiten erörtert.
Zudem wurde die Projektskizze zur Förderung der Fernerkundung in der Landwirtschaft durch Aus- und Weiterbildung vorgestellt und gemeinsam weiterentwickelt. Zukunftsweisend war zudem der Austausch über ein geplantes Schulungs- und Weiterbildungszentrum. Die Gespräche machten deutlich, wie wichtig die enge Zusammenarbeit zwischen Forschung, Bildung und Raumfahrtanwendungen ist, um innovative Ansätze für gesellschaftliche Herausforderungen zu entwickeln und den Transfer in Schule, Hochschule und Berufsbildung zu stärken.
Das Treffen unterstrich einmal mehr die langjährige und vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen dem Institut für Geographie & Geokommunikation – rgeo sowie dem dortigen UNESCO-Lehrstuhl für Erdbeobachtung und Geokommunikation von Welterbestätten und Biosphärenreservaten und der Deutschen Raumfahrtagentur im DLR. Die Beteiligten zeigten sich zuversichtlich, dass die diskutierten Projekte wichtige Impulse für die Nutzung moderner Erdbeobachtungsdaten in Bildung, Forschung und Praxis setzen können.

v.l.n.r.: rgeo-Institutsbus, Dr. Nils Schorndorf, Dipl.-Geogr. Christian Plass, Tobias Gehrig, M.A., Julian Stolz, M.Sc., Prof. Dr. Alexander Siegmund
Verleihung der GeoAwards im Sommersemester 2026
Im Rahmen des Geographischen Colloquiums wurden am 16. Juli 2026 die GeoAwards für besondere wissenschaftliche Leistungen verliehen. Die Auszeichnungen würdigen herausragende Bachelor- und Masterarbeiten, die durch wissenschaftliche Qualität, gesellschaftliche Relevanz und innovative Zugänge überzeugen konnten.
Einen GeoAward für eine herausragende Bachelorarbeit erhielt Paula Völker. Ihre Arbeit "Lebensweltorientierter Sachunterricht in der Grundschule zwischen Geschichte und Geographie" setzt sich mit der Verzahnung beider Disziplinen im Sachunterricht auseinander und zeigt praxisnahe Wege für einen lebensweltbezogenen Unterricht auf.
Mit dem GeoAward für eine herausragende Masterarbeit wurde Julia Müller ausgezeichnet. In ihrer Arbeit "Geologische Lehrpfade im sonderpädagogischen Förderschwerpunkt Lernen: Planung, Adaption und Durchführung einer Exkursion auf dem ‚Weg der Kristalle‘ am Katzenbuckel im Odenwald" verbindet sie geographische Bildung mit inklusiven didaktischen Konzepten und leistet damit einen wichtigen Beitrag zur Weiterentwicklung außerschulischer Lernorte.
Ebenfalls mit einem GeoAward ausgezeichnet wurde Pascal Maurer für seine Bachelorarbeit "Flucht über das Meer – eine dokumentarische Untersuchung der atlantischen Migrationsroute". Da er an der Verleihung leider nicht persönlich teilnehmen konnte, stellte er dem Publikum einen Film aus seinem Dokumentationsprojekt zur Verfügung. Die eindrucksvollen Einblicke in die Lebensrealitäten von Menschen auf der Flucht sorgten für große Aufmerksamkeit und bewegende Diskussionen. Der filmische Zugang machte die gesellschaftliche Relevanz des Themas auf besondere Weise erfahrbar und hinterließ bei den Anwesenden einen nachhaltigen Eindruck.
Das Institut für Geographie & Geokommunikation gratuliert allen Preisträgerinnen und Preisträgern herzlich zu ihren herausragenden Leistungen und freut sich über die Vielfalt der ausgezeichneten Themen, von inklusiver geographischer Bildung über die Didaktik des Sachunterrichts bis hin zu aktuellen Fragen globaler Migration.

von links nach rechts: Dr. Raimund Ditter, Preisträgerin Julia Müller, Preisträgerin Paula Völker, Prof. Dr. Klaus-Dieter Hupke (Foto: Tobias Gehrig)
Nachwuchskolloquium der Fakultät III: Geographie-Nachwuchs präsentiert aktuelle Forschungsprojekte
Am 15. Juli 2026 fand an der Pädagogischen Hochschule Heidelberg das Nachwuchskolloquium der Fakultät III statt. Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler aus den Fächern Mathematik, Biologie, Chemie, Geographie sowie Alltagskultur und Gesundheit präsentierten ihre aktuellen Forschungsarbeiten und diskutierten diese mit Kolleginnen und Kollegen aus der Fakultät.
Das Fach Geographie war mit zwei innovativen Forschungsprojekten vertreten, die zentrale Herausforderungen einer zukunftsorientierten Bildung aus unterschiedlichen Perspektiven aufgreifen.
Alena Stelter, M.Ed. stellte ihr Dissertationsprojekt "Hybride Lehr-Lern-Settings zur Vermittlung räumlicher Maßstabsebenen in Mensch-Umwelt-Systemen" vor. Dabei untersucht sie, wie analoge und digitale Lernumgebungen sinnvoll miteinander verknüpft werden können, um komplexe Wechselwirkungen zwischen Mensch und Umwelt auf verschiedenen räumlichen Ebenen verständlich zu machen. Ihr Beitrag verdeutlichte das Potenzial hybrider Bildungsformate für die geographische Bildung und stieß auf großes Interesse bei den Teilnehmenden.
Einen weiteren geographischen Schwerpunkt setzte Tobias Gehrig, M.A. mit seinem Forschungsprojekt "Einsatz digitaler Geomedien in der beruflichen Bildung – Ein Mixed-Methods-Ansatz zur Analyse tiefenstrukturellen Lernens von Jugendlichen in berufspropädeutischen Lehr-Lern-Kontexten". Im Mittelpunkt steht die Frage, wie digitale Geomedien Lernprozesse in der beruflichen Bildung unterstützen und welche Potenziale sie für effektive und tiefgreifende Kompetenzentwicklungen bei Jugendlichen bieten. Der Vortrag zeigte eindrucksvoll, welche Bedeutung digitale geographische Werkzeuge für innovative Lehr-Lern-Arrangements besitzen.
Die Präsentationen von Alena Stelter und Tobias Gehrig machten deutlich, wie vielfältig und gesellschaftlich relevant die aktuelle geographiedidaktische Forschung an der Pädagogischen Hochschule Heidelberg aufgestellt ist. Beide Projekte verbinden wissenschaftliche Innovation mit konkreten Fragen der Bildungs- und Unterrichtspraxis und leisten damit wichtige Beiträge zur Weiterentwicklung geographischer Bildung im digitalen Zeitalter.
Das Nachwuchskolloquium bot den Teilnehmenden darüber hinaus wertvolle Gelegenheiten zum fachübergreifenden Austausch und zur Diskussion aktueller Forschungsansätze innerhalb der Fakultät III. Die hohe Qualität der Beiträge unterstrich einmal mehr die Bedeutung des wissenschaftlichen Nachwuchses für die zukünftige Entwicklung von Forschung und Lehre an der Pädagogischen Hochschule Heidelberg.







