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15.07.2021

Die Pädagogische Hochschule Heidelberg feiert mit dem „Tag der Nachhaltigkeit“ den ersten Schritt auf dem Weg zu einer nachhaltigen Hochschule

 

„Nachhaltige Hochschule – Wir machen uns auf den Weg!“

Unter diesem Motto fand am 8. Juli 2021 der Tag der Nachhaltigkeit an der Pädagogischen Hochschule Heidelberg statt. Rund 60 Mitarbeitende und Studierende hatten sich zu der hybriden Veranstaltung angemeldet, die überwiegend in der Aula des Altbaus stattfand und per Videoübertragung live auf den Bildschirmen der digital zugeschalteten Teilnehmenden landete. In lehrreichen Impulsvorträgen, einer spannenden Podiumsdiskussion und interaktiven Workshops diskutierten die Teilnehmenden, wie der Weg zu einer nachhaltige(re)n Hochschule gelingen kann.

Die hybride Veranstaltung fand in der Aula des Altbaus statt und landete per Videoübertragung live auf den Bildschirmen der digital zugeschalteten Teilnehmenden (Foto: rgeo)

 

Bedeutend und ausbaufähig – Nachhaltigkeit an der Hochschule aus Sicht der Mitglieder

Die Grundlage für eine fruchtbare Diskussion legte Prof. Dr. Alexander Siegmund, Geschäftsführender Direktor des Heidelberger Zentrums Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE-Zentrum), unter dessen Federführung der Tag der Nachhaltigkeit ausgerichtet wurde. An der Planung waren Personen aus allen Statusgruppen der gesamten Hochschule beteiligt. In einem Kurzvortrag erhielten die Teilnehmenden einen Einblick in die Geschichte und Dimensionen der Nachhaltigkeit – Ökologie, Ökonomie und Soziales – und ihre Verankerung an der Pädagogischen Hochschule. Dass der Gedanke einer nachhaltigen Hochschulgestaltung für die meisten Mitarbeitenden und Studierenden von hoher Bedeutung ist, wurde bereits durch die Ergebnisse einer hochschulweiten Umfrage deutlich, die Anfang dieses Jahr durchgeführt wurde. „Als besonders wichtig bewertet wurden von den Befragten die Handlungsfelder „Ernährung“, „Mobilität“, „Ressourcen“ und „Partizipation“, die auch die thematischen Schwerpunkte der Workshops am Nachmittag bilden“, erklärte Nina Bottenberg von der Geschäftsstelle des BNE-Zentrums.

 

Wie gelingt eine nachhaltige Entwicklung? Impulse aus Wirtschaft, Umweltschutz und Bildung

Einen Perspektivwechsel ermöglichten anschließend drei Expert*innen aus den Bereichen Wirtschaft, Hochschule und Stadtverwaltung. Apurva Gosalia – Senator für Nachhaltigkeit im Senat für Wirtschaft Deutschland, Prof. Dr. Dr. h.c. Bastian Kaiser – Rektor der Hochschule für Forstwirtschaft Rottenburg sowie Sabine Lachenicht – Leiterin des Amts für Umweltschutz, Gewerbeaufsicht und Energie der Stadt Heidelberg, gaben aus ihrer jeweiligen Perspektive Praxisbeispiele für eine nachhaltige Entwicklung.

Während der Keynotes konnte das Publikum über ein interaktives Tool Fragen an die Vortragenden einreichen, die in der anschließenden Podiumsdiskussion als Gesprächsgrundlage dienten. „Wie gelingt nun ganz konkret der erste Schritt hin zu einer nachhaltigeren Hochschule?“, hieß die abschließende Frage, die Prof. Dr. Alexander Siegmund als Moderator an die Expert*innen richtete. Die Antworten kamen prompt und ließen sich in drei Bereiche zusammenfassen:

1)      Wissen, was getan werden muss. Zum Beispiel können durch die Berechnung des hochschulinternen CO2-Fußabdrucks die verschiedenen Handlungsbereiche mit dem größten Änderungsbedarf identifiziert werden.

2)      Alle mit ins Boot holen. Um Transparenz zu schaffen, soll über Nachhaltigkeitsziele hochschulweit kommuniziert werden. Die Hochschule sollte gemeinsame Ziele ermitteln und als Vorbild vorangehen.

3)      Nachhaltigkeit kann Spaß machen. Dies zu transportieren ist hilfreich, um möglichst viele Personen einzubeziehen.

Podiumsdiskussion: Wie gelingt der erste Schritt auf dem Weg zu einer nachhaltigen Hochschule? (Foto: Fiona Rochholz)

 

Von der Vision zum Ziel – Workshops zum Mitgestalten

Mit diesem vielfältigen und motivierenden Input aus dem Vormittag starteten die Teilnehmenden in die Workshops am Nachmittag. Einbringen konnte man sich in einem von vier Themenbereichen, die sich auf die Hochschule als Ort des Lehrens, Lernens und Lebens auswirken: Mobilität, Ernährung, Ressourcen und Partizipation.

·         Wie nachhaltig ist die Pädagogische Hochschule Heidelberg bereits?

·         Was sind Ziele und Visionen für eine nachhaltige(re) Hochschule?

·         Wie können diese Ziele erreicht werden?

Als Leitgedanke führten diese drei Fragen durch alle Workshops. Konkrete Umsetzungsmöglichkeiten wurden gesammelt und festgehalten. So können die Ergebnisse des Tags der Nachhaltigkeit als Grundlage und Ausgangspunkt für die nachhaltige Gestaltung der Pädagogischen Hochschule genutzt werden.

„Der Tag der Nachhaltigkeit soll als Startschuss auf dem Weg zu einer nachhaltigen Hochschule genutzt werden“, fasst Prof. Dr. Hans-Werner Huneke, Rektor der Pädagogischen Hochschule, zusammen. Um diesen Gedanken zu symbolisieren, wurde ein Apfelbaum auf der Rasenfläche vor der Mensa im Innenhof des Altbaus gepflanzt. Als CO2-Speicher, Schattenspender und Nahrungsmittelproduzent übernimmt er viele Aufgaben, die für die Nachhaltigkeit eine große Rolle spielen. Außerdem soll er an den Tag der Nachhaltigkeit sowie die damit verbundenen Visionen und Ziele erinnern.

See the future grow: Wir pflanzen einen Baum für die Nachhaltigkeit (Foto: Fiona Rochholz)

29.06.2021

Wissenschaftliche/r Mitarbeiter/in (m/w/d) im Bereich Fernerkundung, Maschinelles Lernen und Ökosystembewertung gesucht

Die Abteilung Geographie – Research Group for Earth Observation (rgeo) sucht zum nächstmöglichen Zeitpunkt im Bereich Fernerkundung, Maschinelles Lernen und Ökosystembewertung eine/n Projektmitarbeiter/in (65%) für das Projekt "Streuobst erfassen, bewerten und vermitteln – Integratives Monitoring-Konzept zur nachhaltigen Entwicklung und Kommunikation von Streuobstbeständen in Bad Schönborn".

Nähere Informationen zu den Stellenausschreibungen entnehmen Sie bitte dem Anhang.

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31.05.2021

Tagesthemen und Wetter vor Acht der ARD berichten über Apfelblütenaktion 

ARD-Wetterexperte Sven Plöger hat in den Tagesthemen vom 26. Mai eine Apfelblütenkarte sowie die Ausbreitungsgeschwindigkeit der Blüte in dieser Saison vorgestellt. Insgesamt erreichten die Beiträge rund 2,1 Millionen Zuschauer/Innen. 
Die Apfelblütenkarte wurde von den Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern des rgeo-Teams aus mehr als 1900 Meldungen berechnet und zeigt, wie sich die Apfelblüte als phänologisches Zeichen des Frühlingseinzugs dieses Jahr in Deutschland verbreitet hat. Am 31. März erreichte die SWR-Wissen-Redaktion das erste Foto einer geöffneten Apfelblüte aus Denzlingen bei Freiburg im Breisgau. Der erste Hotspot der Apfelblüte in Deutschland zeigte sich dann eine Woche später wie üblich entlang des Oberrheins.  Mit einer Geschwindigkeit von 21 Kilometern pro Stunde war die Geschwindigkeit, mit der sich der Frühling 2021 über Deutschland ausgebreitet hat, ein recht langsames Jahr, was durch den kalten Mai geprägt wurde. Eine Übersicht über die Ergebnisse 2021 finden Sie hier.
 

ARD-Wetterexperte Sven Plöger in den Tagesthemen vom 26. Mai, im Hintergrund die rgeo-Apfelblütenkarte dieser Saison. 
 
Gemeinsam mit der Research Group for Earth Observation (rgeo) der Abteilung Geographie an der Pädagogischen Hochschule Heidelberg untersucht die Redaktion seit nun mehr als 16 Jahren das Blühverhalten der Apfelbäume. Auch dieses Jahr meldeten zahlreiche Fernsehzuschauer/Innen und Radiohörer/Innen, die der SWR bundesweit zur Meldung von Apfelblüten aufruft, ihre Beobachtungen über das Blühverhalten. Solche Citizen-Science-Projekte, in deren Rahmen Menschen außerhalb des akademischen Betriebs mit in den Forschungsprozess einbezogen werden, kommen in der Wissenschaft immer mehr zum Tragen. Mehr Informationen zum Apfelblüten-Projekt gibt es auf unserer Projektseite

15.04.2021

Workshop: „Fit for future! Innovative Methoden für eine zukunftsfähige Lehre“

Weiterbildungsangebot für Hochschullehrende am 29./30.04.2021

 

Klimawandel, Biodiversitätsverlust, wachsende globale Ungleichheiten – die Zukunft ist voller Herausforderungen, für welche Hochschulabsolvent*innen als zukünftige Entscheidungsträger*innen spezifische Kompetenzen benötigen. Damit die Studierenden solche Zukunftskompetenzen erwerben können, ist eine Veränderung der Lernkultur nötig: Studierende sollten zum kritisch-reflexiven sowie zum systemischen Denken angeregt werden und ihre eigenen Lernprozesse selbst aktiv mitgestalten. Doch wie können Sie so eine neue Lernkultur in Ihrer Lehre umsetzen? Welche innovativen Methoden können Sie nutzen, um die Studierenden dabei zu unterstützen, komplexe Themen differenziert zu betrachten und sich eine eigene, fundierte Meinung zu bilden? Darum soll es in diesem Workshop gehen.

Der Workshop gliedert sich in zwei jeweils halbtägige Teile, die inhaltlich aufeinander aufbauen. Im Zentrum des ersten Teils stehen die Grundlagen einer nachhaltigen Entwicklung sowie das Konzept der Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE), das als maßgeblicher Beitrag zum Erreichen der 17 Sustainable Development Goals (SDGs) gilt. Im zweiten Teil erproben Sie selbst verschiedene Methoden, die sich für eine innovative Lehre im Sinne einer BNE eignen, und reflektieren deren Anwendungspotenziale, Herausforderungen und Gelingensbedingungen. So erhalten Sie kreative und konkret anwendbare Ideen für Ihre eigene Lehrtätigkeit.

Methodisch erwartet Sie eine Mischung aus lernendenzentrierten Aktivitäten. Neben Kleingruppendiskussionen werden arbeitsteilige, partizipative Gruppenarbeitsformen, Formate zur Stärkung der differenzierten Argumentationsfähigkeit und des systemischen Denkens sowie kreative Feedback- und Reflexionsformate angewendet. Die Methoden werden flexibel auf die spezifischen Interessen der Teilnehmenden abgestimmt.

 

 

Am Ende des Workshops …

  • … können Sie den Begriff der nachhaltigen Entwicklung kritisch reflektieren sowie das Konzept einer Bildung für nachhaltige Entwicklung definieren.
  • … können Sie die Anwendungsbereiche und Anpassungsmöglichkeiten verschiedener innovativer Methoden für eine Lehre der Zukunft beurteilen.
  • … können Sie die Potenziale und Grenzen dieser Methoden bewerten.
  • … können Sie verschiedene BNE-relevante Methoden in der eigenen Lehre umsetzen.

Der Workshop eignet sich für alle, die in der Hochschullehre tätig sind – unabhängig von Fach und Disziplin. Besondere Vorkenntnisse sind nicht erforderlich. Die Durchführung erfolgt digital via Zoom. Im Anschluss an den Workshop erhalten Sie eine Teilnahmebestätigung. Bitte melden Sie sich bei Teresa Ruckelshauß (ruckelshauss[at]ph-heidelberg.de) unter Angabe Ihres Namens und Ihrer Abteilung/Ihres Fachbereichs bis zum 23.04.2021 an. Für Fragen stehen wir Ihnen ebenfalls gerne zur Verfügung.

Der Workshop ist Teil eines mehrstufigen Weiterbildungskonzepts, zu dem darüber hinaus ein Aufbauworkshop, E-Learning, Peer-to-Peer-Beratungen und ein Coaching-Angebot gehören. Er wird in Zusammenarbeit mit der Professional School im Rahmen des Vorhabens "Nachhaltigkeit lehren lernen"  angeboten, das in der Abteilung Geographie – rgeo im Rahmen des Heidelberger Zentrums Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE-Zentrum) angesiedelt ist. Die bundesweite Dissemination wird im Rahmen eines Projekts durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert. Das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst sowie das Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg fördern die Umsetzung des Vorhabens in einem Projekt auf Landesebene, teilweise aus Mitteln der Glücksspirale.

 

Auf einen Blick:

Termine: Do, 29.04.2021, 13.30 - 17.00 Uhr und Fr, 30.04.2021, 9.30 - 13.00 Uhr

Zielgruppe: Hochschullehrende aller Fächer und Disziplinen

Ort: digital (via Zoom)

Referentinnen: Ann-Kathrin Schlieszus und Teresa Ruckelshauß

Kontakt: ruckelshauss[at]ph-heidelberg.de

 

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