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18.06.2020

Neue digitale Angebote aufgrund der Corona-Pandemie: GIS-Station entwickelt erste Online-Kurse

Aufgrund der Corona-Pandemie und den Einschränkungen des Betriebs an Schulen hat die GIS-Station, das Kompetenzzentrum für digitale Geomedien der Abteilung Geographie, Research Group for Earth Observation (rgeo) an der Pädagogischen Hochschule Heidelberg, zwei Online-Angebote entwickelt. Der Kurs „Mapping Corona“ – was uns Karten und Satellitenbilder über Covid-19 sagen können“ setzt sich dabei auch thematisch mit der Pandemie auseinander: Das Virus beeinflusst den Alltag aller Schülerinnen und Schüler maßgeblich und ist omnipräsent in den Medien. Dabei werden die Jugendlichen mit einer Masse an Graphiken, Diagrammen und Karten konfrontiert. Der Kurs soll aus diesem Grund zeigen, welche Rolle Geodaten und Geoinformationstechnologien bei den Darstellungen spielen, wie Karten und Grafiken zu lesen sind und welche Fallstricke es bei der Interpretation von diesen gibt.

Der Kurs läuft über die Plattform ArcGIS-Online und kann ohne Anmeldung und über mobile Endgeräte aufgerufen werden. Neben verschiedenen WebGIS-Anwendungen werden auch Satellitenbilder in dem Kurs eingesetzt. Inhaltlich werden unter anderem die Unterschiede zwischen relativen und absoluten Corona-Zahlen erläutert und die Rolle von Regionalisierungen und Klassifizierungen bei der Erstellung von (Corona-)Karten. Darüber hinaus wird auch das Thema globale Disparitäten aufgegriffen.

Der Kurs "Mapping Corona" läuft über die Plattform ArcGIS-Online und kann ohne Anmeldung und über mobile Endgeräte aufgerufen werden.

 

Zudem wurde der kürzlich entwickelte Kurs „Who is Y? Auf den Spuren von Handydaten mit WebGIS“ in ein Online-Format verwandelt. Der Kurs widmet sich dem sensiblen Umgang mit Geodaten und zeigt den Schülerinnen und Schülern, dass unser Handy zum Teil verfolgt, wo wir einkaufen, essen gehen oder wie wir von A nach B kommen. Mit einem WebGIS analysieren sie selbstständig die Positionsdaten einer erfundenen Person und versuchen Rückschlüsse auf deren Identität zu ziehen.

Neben den eigens entwickelten Online-Kursen der GIS-Station bietet die von der Abteilung Geographie entwickelte adaptive Lernplattform Geo:spektiv Jugendlichen schon seit einigen Jahren erfolgreich verschiedene multimodal aufbereitete Lernmodule zu aktuellen umwelt- und raumrelevanten Themen wie z. B. “Hochwasserkatastrophe in Deutschland”, “Dürre in Kalifornien” oder “Ernährungssicherung in Afrika”. Mittels aufeinander aufbauender Lerneinheiten bearbeiten die Schüler/innen anhand regionaler und globaler Raumbeispiele reale und aktuelle geographische Fragestellungen mit Hilfe von Fernerkundungsmethoden und entwickeln dabei Lösungsansätze. Die Themen- und Raumbeispiele wurden auf Basis einer bundesweiten Bildungsplananalyse ausgewählt. Aktuell wird das System im Rahmen des Projektes Geo:spektiv2GO um eine App ergänzt, die eine erweiterte Nutzungsmöglichkeit von Geo:spektiv durch fernerkundliches Arbeiten im Gelände ermöglicht.

 

 

04.06.2020

Tagesthemen und Wetter vor Acht der ARD berichten über Apfelblütenaktion

ARD-Wetterexperte Sven Plöger hat in den Tagesthemen vom 3. Juni (ab ca. 00:33:30) und im Wetter vor Acht am 4. Juni eine Video-Animation aus einer Auswahl von Apfelblütenkarten dieser Saison vorgestellt. Insgesamt erreichten die Beiträge rund 4,5 Millionen Zuschauer.

Die Apfelblütenkarten wurden von den Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern des rgeo-Teams aus mehr als 1500 Meldungen berechnet und zeigen, wie sich die Apfelblüte als phänologisches Zeichen des Frühlingseinzugs dieses Jahr in Deutschland verbreitet hat. Am 20. März erreichte die SWR-Wissen-Redaktion das erste Foto einer geöffneten Apfelblüte aus Gundelfingen bei Freiburg im Breisgau. Damit hat das Frühjahr 2020 so früh Einzug gehalten wie noch nie seit Beginn der Beobachtungen 2006. Der erste Hotspot der Apfelblüte in Deutschland zeigte sich dann eine Woche später wie üblich entlang des Oberrheins. Die letzte Apfelblütenkarte dieser Saison vom 29. Mai zeigte Deutschland praktisch wieder "apfelblütenfrei". Mit einer Geschwindigkeit von 37 Kilometern pro Tag war die Geschwindigkeit, mit der sich der Frühling 2020 über Deutschland ausgebreitet hat, ein recht durchschnittliches Jahr. Eine Übersicht über die Ergebnisse 2020 finden Sie hier.

 

ARD-Wetterexperte Sven Plöger in den Tagesthemen vom 3. Juni, im Hintergrund eine Video-Animation aus allen rgeo-Apfelblütenkarten dieser Saison.

 

Gemeinsam mit der Research Group for Earth Observation (rgeo) der Abteilung Geographie an der Pädagogischen Hochschule Heidelberg untersucht die Redaktion seit nun mehr 15 Jahren das Blühverhalten der Apfelbäume. Auch dieses Jahr meldeten zahlreiche Fernsehzuschauer/Innen und Radiohörer/Innen, die der SWR bundesweit zur Meldung von Apfelblüten aufruft, ihre Beobachtungen über das Blühverhalten. Solche Citizen-Science-Projekte, in deren Rahmen Menschen außerhalb des akademischen Betriebs mit in den Forschungsprozess einbezogen werden, kommen in der Wissenschaft immer mehr zum Tragen. Mehr Informationen zum Apfelblüten-Projekt gibt es auf unserer Projektseite

 

14.05.2020

Transdisziplinäre Studie zur Klimawandelanpassung städtischer Plätze veröffentlicht

Ein interdisziplinäres Forschungsteam der Universität Heidelberg, Stadt Heidelberg und des rgeo-Teams der Pädagogischen Hochschule Heidelberg haben die Hitzebelastung auf ausgewählten städtischen Plätzen in Heidelberg untersucht und Maßnahmen zur Anpassung an den Klimawandel beurteilt. Die Ergebnisse des Projekts wurden jetzt unter dem Titel „Viability of public spaces in cities under increasing heat: a transdisciplinary approach“ im Journal „Sustainable Cities and Society“ veröffentlicht. Im Mittelpunkt der Untersuchungen standen der Universitätsplatz in der Altstadt und die Schwetzinger Terrasse in der Bahnstadt. Zur Analyse des Ist-Zustands wurden im Sommer 2018 mit Unterstützung des rgeo-Teams meteorologische Parameter wie Temperatur, Windgeschwindigkeit und Luftfeuchte aufgenommen.

Klimastation des rgeo-Teams in der Bahnstadt angrenzend an die Schwetzinger Terrasse. Die Wetterhütte ist ausgestattet mit einem Thermohygrographen mit dem Lufttemperatur und relative Feuchte aufgezeichnet wird. Foto: Foshag

 

Dabei zeigt sich, dass die „Schwetzinger Terrasse“ besonders von sehr hohen Temperaturen betroffen ist; Oberflächenfarbe und -textur spielen dabei eine bedeutende Rolle. Grünflächen sorgen für einen Temperaturausgleich, allerdings nur im vitalen Zustand. In einem weiteren Schritt wurde mit Methoden der Geoinformatik die solare Einstrahlung auf die Plätze modelliert. Das Verfahren ermöglicht die Simulation verschiedener Beschattungsmaßnahmen mit Bäumen oder Sonnensegeln und demonstriert, wie das kleinräumige Klima an einem Platz positiv beeinflusst werden kann. Die Einstrahlung kann auf diese Weise um die Hälfte reduziert werden.

Aktuelle und mögliche zukünftige Solareinstrahlung durch Simulation von Beschattungsmaßnahmen für die Schwetzinger Terrasse in der Bahnstadt. Quelle: Foshag et al. 2020

 

Die Arbeit ist sowohl inter- als auch transdisziplinär angelegt und wurde mit Wissen von lokalen Stakeholdern wie z.B. dem Umweltamt der Stadt Heidelberg ergänzt. Die Publikation basiert auf der Promotionsarbeit von Dr. Kathrin Foshag, die von Prof. Alexander Siegmund co-betreut wurde. Außerdem an der Studie beteiligt ist ein Konsortium aus Dr. Nicole Aeschbach (TdLab Geographie am Geographischen Institut), Prof. Dr. Bernhard Höfle (3DGeo Group, Abteilung Geoinformatik am Geographischen Institut) und Prof. Dr. Werner Aeschbach (Betreuer der Arbeit, Institut für Umweltphysik) sowie das Heidelberg Center for the Environment (HCE).

 

14.04.2020

Streuobstwiesenmonitoring: Audi-Stiftung für Umwelt veröffentlicht Projektfilm

Die Audi Stiftung für Umwelt hat auf auf seinem LinkedIn-Profil mit einem Film-Teaser und einem zweiminütigen Projektfilm auf das Streuobstwiesenmonitoring von rgeo aufmerksam gemacht.

Das Projekt „Streuobst erfassen, bewerten und vermitteln – Integratives Monitoring-Konzept zur nachhaltigen Entwicklung und Kommunikation von Streuobstbeständen in Bad Schönborn“ ist im Sommer 2018 an den Start gegangen und ist auf drei Jahre ausgelegt. Im Rahmen des Projekts kommen moderne Geo-Technologien zum Einsatz, um die vorhandenen Streuobstbestände zu erfassen, zu bewerten und in einem Streuobstwiesenkataster abzubilden. Erfassung und Bewertung werden mit Hilfe von Drohnen durchgeführt, an denen spezielle Kameras installiert sind, und das Streuobstwiesenkataster wird als Teil eines Geographischen Informationssystems (GIS) im Internet zur Verfügung gestellt. Zudem werden Strategien und Maßnahmen entwickelt, um die Bevölkerung vor Ort in Erfassung, Erhalt und Aufwertung der Streuobstbestände aktiv einzubinden. An dem Projektz beteiligt ist außerderm der Landschaftserhaltungsverband des Landkreises Karlsruhe, der Arbeitskreis Heimat, Natur und Umwelt Bad Schönborn (AHNU) sowie der Gemeinde Bad Schönborn.

 

Der Projektfilm der Audi-Stiftung gibt einen Überblick in das Streuobstwiesenmonitoring der Abteilung.

 

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