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21.02.2023

UNESCO Lehrstuhl bietet internationales online-Seminar Politics4Future zu Nachhaltigkeit und Weltbürgerschafft an

Globale und lokale Krisen, wie der Wandel hin zu einer gerechten, nachhaltigen und friedlichen Welt sind auch drängende Fragestellungen im Schulunterricht, sowie Herausforderungen für den Schul- und Bildungsbetrieb. Lehrkräften kommt hierbei eine zentrale Rolle zu, denn es gilt, die Entwicklung nachhaltiger Kompetenzen zu fördern und Lernende aller Altersgruppen zu befähigen, eine aktive Rolle bei den anstehenden Transformationsprozessen einzunehmen.  


Um angehende Lehrerinnen und Lehrer auf diese wichtige Aufgabe vorzubereiten, bietet der UNESCO-Lehrstuhl für Erdbeobachtung und Geokommunikation von Welterbestätten und Biosphärenreservaten der Pädagogischen Hochschule Heidelberg unter Leitung von Prof. Dr. Alexander Siegmund zusammen mit fünf UNESCO-Lehrstühlen aus Deutschland, Costa Rica, Griechenland, Kanada und Südafrika im Sommersemester 2023 den Onlinekurs "Politics4Future" an. 

 
Dieser Kurs, der auf Englisch in einem Blended-Learning-Format mit gemeinsamen Live-Sitzungen und Lernen im eigenen Tempo angeboten wird, ist sowohl für Studierende der Pädagogischen Hochschule als auch für Lehramtsstudierende der Universität Heidelberg  belegbar. Erstere melden sich für die Teilnahme bitte am BNE-Zentrum der PH unter bnezentrum@ph-heidelberg.de an. Weitere Informationen zu Anmeldemodalitäten und Terminen finden sich auf der Projektwebsite: www.hse-heidelberg.de/politics4future 

10.01.2023

Abschlussveranstaltung des Teilprojekts „Climate Change Education“

Ende 2022 wurde das Teilprojekt „Climate Change Education“ zusammen mit dem gesamten Kooperations-Projekt „Transfer Together“ mit der Metropolregion Rhein-Neckar nach fünf Jahren erfolgreich beendet. Dazu lud die Abteilung Geographie – Research Group for Earth Observation (rgeo) der Pädagogischen Hochschule Heidelberg die Kooperationspartner aus der Wirtschaft am 19.12.2022 zu einer digitalen Abschlussveranstaltung ein, der die Firmen Contargo, REWE und ABB folgten. Neben einer Vorstellung der Abteilung Geographie, einem zusammenfassenden Rückblick auf das Teilprojekt „Climate Change Education“ und einer Vorstellung neuer digitaler Klimabildungsprojekte durch den Abteilungs- und Teilprojektleiter Prof. Dr. A. Siegmund, Frau Dr. C. Fiene und Frau Dr. S. Fischer, rundete ein reger Austausch unter den Teilnehmenden über ihre Erfahrungen im Projekt, ihre Eindrücke und auch über mögliche gemeinsame zukünftige Aktivitäten die Veranstaltung ab.

Im Kooperations-Projekt „Transfer Together“ wurden im Teilprojekt "Climate Change Education" innovative Lernsettings zu den vielfältigen natürlichen, aber vor allem auch betrieblichen Folgen des regionalen Klimawandels für Auszubildende verschiedener Branchen entwickelt, umgesetzt und evaluiert. Das Hauptziel war es, bei den Auszubildenden ein notwendiges Bewusstsein und Grundlagenwissen zur persönlichen Betroffenheit sowie zur Vulnerabilität des eigenen Unternehmens in Hinblick auf Klimawandelfolgen zu schaffen, die Notwendigkeit einer nachhaltigen Klimaanpassung zu verdeutlichen und gemeinsam Ideen für lösungsorientierte Anpassungsstrategien zu entwickeln.

Im Rahmen drei- bis viertägiger Workshops wurden dazu bei den Auszubildenden die fachlichen Grundlagen des Klimawandels und seiner regionalen Folgen für Natur, Mensch und Wirtschaft vermittelt und entsprechende Gestaltungs- und Handlungsmöglichkeiten für eine nachhaltige Klimaanpassung erarbeitet. Dabei brachten die Auszubildenden im Sinne des Transfergedankens ihre branchenspezifischen Erfahrungen zu möglichen regionalen Folgen des Klimawandels aktiv mit in die Workshops ein und wirkten zugleich auch als Multiplikatoren in die Unternehmen und ihre spezifischen Arbeitsbereiche hinein.

 

Bildschirm mit Präsentation zur Abschlussveranstaltung Climate Change EducationAbschlussveranstaltung Climate Change Education

 

22.11.2022

Bericht von den Feierlichkeiten zu 30 Jahren UNESCO-Lehrstühle in Paris

Am 3. Und 4. November fand am Sitz der UNESCO in Paris die Konferenz 30th Anniversary of the UNITWIN/UNESCO Chairs Programme: Transforming knowledge for just and sustainable futures statt. An dieser nahmen 500 Repräsentanten von 250 UNESCO Lehrstühlen und UNITWIN Netzwerken aus 80 Ländern aus der ganzen Welt teil. Aus Deutschland nahmen 13 der 15 Lehrstühle teil und der UNESCO Lehrstuhl Erdbeobachtung und Geokommunikation von Welterbestätten und Biosphärenreservaten der Pädagogischen Hochschule Heidelberg wurde durch Dr. Maximilian Spiegelberg vertreten. Im side event Strengthening Collaboration between UNESCO Chairs and ASPnet organisiert vom Netzwerk der Assoziierten Schulen (ASPnet) präsentierte Max Spiegelberg zusammen mit dem Projektpartner Klaus Schilling von der Deutschen UNESCO Kommission das Projekt ‘Klimastationen’.

Weitere Informationen zu Konferenz finden sich hier die exzellente Eröffnungsrede von Achille Mbembe hier und eine Zusammenfassung der Inhalte von Sobhi Tawil, Director of Future of Learning and Innovation der UNESCO, hier.

 

[16:26] Spiegelberg, Maximilian Treffen mit dem Deutschen Botschafter zur UNESCO Dr. Peter Reuss

Treffen mit dem Deutschen Botschafter zur UNESCO Dr. Peter Reuss.

22.11.2022

Neues interdisziplinäres Forschungsprojekt untersucht gesundheitsförderliche Wirkung von Streuobstwiesen in Baden-Württemberg

Streuobstwiesen tragen als historisch gewachsene Kulturlandschaft maßgeblich zum attraktiven Landschaftsbild in vielen Regionen Baden-Württembergs bei. Hinzu kommen vielfache weitere Funktionen, wie der Schutz von Boden, Wasser und insbesondere der Artenvielfalt. Jedoch lassen sich Streuobstwiesen heute kaum mehr wirtschaftlich rentabel nutzen, so dass sie oft nicht mehr ausreichend gepflegt werden. Daher steht inzwischen ihr ökologischer und kulturhistorischer Wert im Mittelpunkt für den Erhalt von Streuobstwiesen. Dieser Bedeutungswandel hat sich in vielen vom Streuobstbau geprägten Landschaften Baden-Württembergs bereits vollzogen. Dennoch bleibt die Herausforderung bestehen, den für die Pflege und den Erhalt von Streuobstwiesen notwendigen Aufwand zu gewährleisten, so dass sich die Frage nach alternativen, zusätzlichen Nutzungsformen stellt, um deren wirtschaftliche Inwertsetzung zu fördern.

In einem integrativen Forschungsvorhaben wird darum über einen interdisziplinären Ansatz untersucht, inwiefern positive Wirkungen von Streuobstwiesen in therapeutischen Anwendungen von Gesundheitseinrichtungen berücksichtigt werden könnten, um hierdurch einen neuen Zusatznutzen zu erschließen. So ließen sich durch die Verbindung von Streuobst und Gesundheit neue Wertschöpfungsmöglichkeiten generieren: die extensiv bewirtschafteten Streuobstwiesen mit ihrem gesundheitsförderlichen Potenzial erhielten eine neue, zusätzliche Nutzungsfunktion, durch die ihr Erhalt fördert werden kann.

Das Projekt wird gemeinsam durch die Abteilung Geographie – Research Group for Earth Observation (rgeo) unter der Leitung von Prof. Dr. Alexander Siegmund, „StadtLandFluss – Büro für Landschaftsplanung, Naturschutz und nachhaltige Landnutzungskonzeptionen“ mit Prof. Dr. Christian Küpfer und „Dialog N – Forschung und Kommunikation für Mensch, Umwelt und Natur“ mit Dr. Eike von Lindern bearbeitet. Gefördert wird das zweijährige Vorhaben durch das „Sonderprogramm zur Stärkung der biologischen Vielfalt“ vom Ministerium für Ernährung, Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Baden?Württemberg (MLR).

Das Projekt startet noch im November. Zunächst werden anhand von Befragungen von Akteuren aus dem Gesundheitsbereich wie Kliniken, Ärzte und Therapeuten mögliche Nutzungsanforderungen an Streuobstbestände in therapeutisch-klinischen Arbeitsfeldern identifiziert. Durch fernerkundliche Bestandsanalyse von Streuobstbeständen mit Hilfe von Drohnenbefliegungen und in Kombination mit terrestrischen Aufnahmen von Bestandsmerkmalen werden darauf aufbauend die aktuelle und potenzielle Eignung für therapeutische Maßnahmen zur gesundheitlichen Rehabilitation und Prävention beurteilt und mit Akteuren aus dem Gesundheits- und Streuobstbereich Finanzierungsmodelle erarbeitet. Die Untersuchungen finden in enger Kooperation mit den Modellregionen Bad Schönborn und Tübingen und lokalen Gesundheitseinrichtungen statt. Die Ergebnisse werden neben Publikationen in Fachzeitschriften und auf Tagungen der Öffentlichkeit über webbasierte Geoinformationssysteme zugänglich und nutzbar gemacht.

 

 

Im interdisziplinären Projekt arbeiten drei Teams gemeinsam an der Erforschung des potenziellen gesundheitlichen Nutzens von Streuobstwiesen

 

Ansprechpartner:

Prof. Dr. Alexander Siegmund: Pädagogische Hochschule Heidelberg, Abteilung Geographie – Research Group for Earth Observation (rgeo) –

Dr. Eike von Lindern: Dialog N – Forschung und Kommunikation für Mensch, Umwelt und Natur

Prof. Dr. Christian Küpfer: StadtLandFluss, Büro für Landschaftsplanung, Naturschutz und nachhaltige Landnutzungskonzeptionen


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